SPÖ-Keck fordert nach nächstem Fall von tierquälerischer Haltung mehr Kontrolle und wirksamere Konsequenzen

Nach „Horror-Hof“ in Niederösterreich nächster Fall von Verwahrlosung von Kälbern in Oberösterreich

Gestern ist ein neuer Fall von tierquälerischer Haltung in der Landwirtschaft bekannt geworden. Beim Einsatz von Polizei, Bezirk und Amtstierarzt bei einem Landwirt im Bezirk Braunau am Inn, bei dem Kälber abgenommen werden sollten, kam es sogar zu einem aggressiven Akt des Landwirts gegenüber der Polizei. Für SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck ist diese Häufung von Fällen tierquälerischer Haltung ein Alarmsignal: „Die Fälle häufen sich, weil wegen der Arbeit des VGT tierquälerische Landwirte aufgedeckt werden. Das lässt eine hohe Dunkelziffer befürchten. Die Regierung muss endlich handeln“, sagt Keck. Die SPÖ wird jedenfalls nächste Woche im Nationalrat einen Antrag einbringen, der eine umfassende Vernetzung der verantwortlichen Behörden, mehr Kontrolldichte und Kontrollkonsequenzen fordert. Dazu gehört die sofortige Rückzahlung von zu Unrecht bezogenen Agrarfördermitteln unter dem Titel „Tierschutz“. ****

Mit der gestrigen Abnahme in Oberösterreich ist es heuer schon der fünfte bekannt gewordene Fall tierquälerischer Haltung. „Die Regierung muss endlich handeln, damit das offensichtlich mangelhafte Kontrollnetz für Nutztierhaltung in Österreich rasch und umfassend verbessert wird“, fordert der SPÖ-Abgeordnete. „Interessant wäre auch, zu erfahren, ob der betroffene Landwirt auch in den letzten Jahren Agrarförderungen für Tierschutz erhalten hat – der Landwirtschaftsminister wird es wissen. Er ist auch verantwortlich dafür, dass ein Betrieb nicht einmal dann ausreichend kontrolliert wird, wenn Steuergelder für Verbesserungsmaßnahmen in einen Tierhaltungsbetrieb fließen, wie der Fall des Horror-Stalls in Niederösterreich zeigt. Es zeigt auch, dass die ÖVP in Sonntagsreden viel von hohen Standards predigt, aber nicht einmal lebensnotwendige Bedingungen der Tiere ausreichend kontrolliert werden.“

Keck sieht auch eine klare Verantwortung beim ÖVP-Bauernbund: „Dieser blockiert und verhindert beständig Verbesserungen und höhere Standards in der Nutztierhaltung, weshalb Tiere unnötige Qualen leiden müssen“, kritisiert Keck dieses offensichtliche Politikversagen. (Schluss) ah/lp

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