Wiener zum EU-Biotag: Bio hat das Potenzial, die Welt zu ernähren

Der Öko-Sektor wächst stark, jetzt braucht es mehr gezielte Förderung für Landwirt*innen, fordert Sarah Wiener.

Der EU-Biotag am 23. September ist Teil des Bio-Aktionsplans der Europäischen Kommission. Ziel des Infotages ist es, auf die Vorteile von ökologischem Landbau aufmerksam zu machen – aber auch mit alten Mythen aufzuräumen. 

_„Der heutige Bio-Tag ist eine gute Gelegenheit, um den Behauptungen entgegenzutreten, dass die Weltbevölkerung unter keinen Umständen nur mit biologischer Landwirtschaft zu ernähren wäre. Tatsächlich zeigen Berechnungen des FiBL-Instituts, dass eine globale Umstellung auf ökologische Produktion sehr wohl denkbar ist. Anstatt nur auf Erträge zu schauen, müssen wir das Ernährungssystem als Ganzes betrachten.  Wenn sich etwa die Lebensmittelverschwendung und der Anbau von Futtermitteln halbieren, können wir genügend Öko-Produkte für alle erzeugen. Aktuell werden in der EU 153 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das sind mehr als im gleichen Zeitraum importiert werden. Diese Zahlen müssen wir im Hinterkopf behalten, wenn wir über nachhaltige und zukunftsfähige Systeme diskutieren wollen“, _KOMMENTIERT SARAH WIENER, GRÜNE EUROPAABGEORDNETE_._ 

Unter Konsument*innen werden biologisch produzierte Lebensmittel indessen immer beliebter. 2020 gab der durchschnittliche österreichische Haushalt 190 Euro im Jahr für Bio-Lebensmittel aus. Zehn Jahre zuvor waren es noch 93 Euro.  

_„Diese Entwicklungen sollten in Fördermaßnahmen und Bio-Zielen mitbedacht werden. Die nationalen Strategiepläne für die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik lassen hier teils zu wünschen übrig. Österreich, das mit einem Bio-Anteil von 26,4 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche bereits Vorreiter ist, hat sich für die kommenden GAP-Periode nur ein Wachstum von weniger als 4 Prozent vorgenommen. Allein wenn der Sektor weiterwächst wie bisher, sind wir bis 2030 bei 36 Prozent. Wir müssen fördern, was unsere Kulturlandschaften sowie Biodiversität und Artenvielfalt, aber auch die Böden schützt. Die Bio-Landwirtschaft hat bewiesen, dass sie alle diese Ökodienstleistungen erbringen und uns zugleich ernähren kann. Da geht also noch mehr.“ _ 

DIE BERECHNUNGEN DES FIBL-INSTITUTS FINDEN SICH HIER: Strategies for feeding the world more sustainably with organic agriculture in Nature Communications (https://www.nature.com/articles/s41467-017-01410-w )

Ludmilla Reisinger
Pressesprecherin Sarah Wiener, MdEP
ludmilla.reisinger@la.europarl.europa.eu
+43 660 3213732

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