Grüne Wien/Huemer: Gratulation an Birge Krondorfer zum Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien

Barbara Huemer, Landtagsabgeordnete der Grünen Wien, gratuliert Birge Krondorfer zur Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens der Landes Wien. „Diese Auszeichung ist ein wichtiges Zeichen des Dankes und der Anerkennung des Landes Wien für Krondorfers jahrzehntelanges, unermüdliches Engagement für Autonomie, Selbstbestimmung und Gleichstellung von Frauen in der Wissenschaft und außeruniversitären feministischen Erwachsenenbildung. Ich freue mich sehr, dass Birge Krondorfer dieses wichtige Verdienstzeichen verliehen wurde, denn für vierzig Jahre „unbezahlbare“ Arbeit im feministischen und frauen/politischen Kontexten hat sie diese Ehrung mehr als verdient.“

Der Vorschlag zur Ehrung von Dr.in Birge Krondorfer stammt noch aus der Zeit der rot-grünen Stadtregierung und konnte pandemiebedingt erst jetzt vollzogen werden. „Diese Ehrung ist ein Meilenstein in der Geschichte des Goldenen Verdienstzeichens. Mit Birge Krondorfer wird eine feministische, linke, autonome, frauenbewegte Frau in das Ehrenregister des Landes aufgenommen. Damit wird nicht nur die viel zu kurze Liste der geehrten Frauen um eine große, kritische Denkerin und feministische Aktionistin des Landes verlängert, sondern auch sichtbar gemacht, was oft unsichtbar bleibt: die häufig unbedankte Arbeit von frauenbewegten Frauen jenseits des male- und mainstreams“, so Huemer.

Birge Krondorfer gehört im deutschsprachigen Raum zu den renommiertesten Theoretikerinnen und Praktikterinnen der Geschlechterforschung. Sie lehrt an vielen in- und ausländischen Universitäten, hat zahlreiche Publikationen verfasst und wirkt als politische Philosophin und feministische Aktivistin für Gleichstellung. Sie gilt in vielerlei Hinsicht als Pionierin. Sie ist mitbeteiligt an der Gründung von zahlreichen Frauenorten wie zum Beispiel dem Erfolgsmodell der Frauen-Sommer-Universitäten und Frauennetzwerken wie der Frauenhetz. Sie inspiriert seit Generationen junge Wissenschafterinnen zum eigenständigen, kritischen Denken und ermutigt zu Aufklärungsarbeit zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen in Bezug auf das ungerechte Geschlechterverhältnis. „Dieses große Verdienst von Birge Krondorfer kann in Zeiten der Neoliberalisierung der Bildung/Erwachsenenbildung und des antifeministischen Backlash gar nicht hoch genug gewürdigt werden“, so Huemer.

Birge Krondorfer wurde im November 1956 nahe Frankfurt geboren. Sie studierte an der Universität Frankfurt Theologie und später in Klagenfurt Philosophie und Gruppendynamik. Seit 1986 ist Krondorfer in Wien tätig. Sie absolvierte das Postgraduiertem Studium der Politologie am Institut für Höhere Studien (IHS) und promovierte in Philosophie mit der Dissertation „Minima Femina Moralia. Diaphane und diaphone Diagnosen“. Seit 1990 ist Birge Krondorfer als Lehrbeauftragte an über 18 nationalen und internationalen Universitäten in den Bereichen Philosophie, Gender-, Kultur-, Politik- und Bildungswissenschaften tätig. Lehraufträge führen sie an Hochschulen in Wien, Linz, Graz, Innsbruck, Salzburg wie auch unter anderem nach Boston, Berlin, Budapest oder Zürich. Ihre Vita zeichnen zudem zahlreiche Seminare und Vorträge an Konferenzen, Symposien und Teilnahmen an Podiumsdiskussionen aus. Neben der wissenschaftlichen Arbeit ist Birge Krondorfer auch als Erwachsenenbildnerin, Gruppentrainerin, Moderatorin und zertifizierte Supervisorin, Mediatorin, interkulturelle Trainerin tätig. Viele Symposien, Konferenzen, Tagungen und auch frauenpolitischer Demonstrationen wurden von ihr konzipiert und mitorganisiert.

„Wir wünschen Birge Krondorfer weiterhin viel Kraft und Lust an widerständischer Theorie und Praxis. Wir hoffen, dass ihre feministische Arbeit für Frauen und emanzipatorische Frauenräume ökonomisch und politisch vom Land Wien auch zukünftig unterstützt wird“, so Huemer.

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