SPÖ gedenkt der Opfer der Novemberpogrome: „Kein Platz für Antisemitismus in unserer Gesellschaft!“
Rendi-Wagner: „Niemals wieder, niemals vergessen, das ist unser Auftrag“ – Deutsch: „Regierung muss Rechtsextremismus-Bericht und Aktionsplan Rechtsextremismus vorlegen“
Wien (OTS/SK) – Heute vor 84 Jahren begann mit den Novemberpogromen die systematische Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Mitbürger*innen. „Der 9. November ist für alle Zeiten der Markstein für das dunkelste Kapitel der österreichischen Geschichte und ein bleibender Auftrag, die Erinnerung aufrecht zu erhalten und wachsam zu sein gegen Ausgrenzung, Hass, Hetze und Antisemitismus. Niemals wieder darf Antisemitismus in unserer Gesellschaft Platz haben“, sagen SPÖ-Bundesparteivorsitzende Dr.in Pamela Rendi-Wagner und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch. „Die Novemberpogrome 1938, der Auftakt zur Shoah, und die damit verbundenen unfassbaren Ereignisse, sowie die darauf folgenden Gräueltaten des nationalsozialistischen Terrorregimes müssen uns immerwährende Mahnung sein, gegen jedwede Form des Antisemitismus aufzutreten“, so Rendi-Wagner heute, Mittwoch, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Im November 1938, wenige Monate nach dem sogenannten „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich, brannten Synagogen, Schaufenster wurden zertrümmert, Geschäfte und Wohnungen jüdischer Mitbürger*innen wurden geplündert. Tausende Jüd*innen wurden verhaftet, deportiert und ermordet. „Niemals wieder, niemals vergessen, das ist unser Auftrag. Wir müssen aus der Geschichte lernen und die richtigen Konsequenzen ziehen. Das Aufrechterhalten der Erinnerungskultur ist die Voraussetzung dafür“, sagt Rendi-Wagner. Vor allem gehe es darum, sich zu vergegenwärtigen, dass sich das menschenverachtende Gedankengut des Antisemitismus und des Nationalsozialismus in vielen kleinen Schritten im Bewusstsein der Bevölkerung festgesetzt hat. „Wir dürfen daher nicht müde werden, jeden Tag für Freiheit, für Demokratie und Menschenrechte zu kämpfen. Denn sie sind nicht für alle Zeiten gegeben und selbstverständlich!“, betont Rendi-Wagner.
Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Deutsch ist vor dem Hintergrund von 381 Meldungen antisemitischer Vorfälle dieses Jahres bei der Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien im ersten Halbjahr klarer Handlungsbedarf gegeben. Die Zahl der gemeldeten Vorfälle ist zwar zurückgegangen, allerdings ist die Zahl der Bedrohungen und physischen Übergriffe insbesondere auch auf Kinder und Jugendliche weiterhin hoch. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch mahnt: „Wehret den Anfängen!“ und fordert in diesem Zusammenhang, dass der im Vorjahr beschlossene Aktionsplan gegen Rechtsextremismus endlich vorgelegt wird und sich der ursprünglich für Oktober avisierte Rechtsextremismus-Bericht nicht noch weiter verzögert. „Die Bundesregierung darf sich nicht länger auf ihren Ankündigungen ausruhen. Die Pläne müssen endlich vorgelegt und schleunigst umgesetzt werden“, fordert Deutsch. (Schluss) up/bj
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