Krampus & Nikolo mahnen Wirtschaft: Klimaschutz nicht länger links liegen lassen

Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert ein starkes Lieferkettengesetz für Konzernverantwortung und verpflichtenden Klimaschutz

Anlässlich der Trilog-Verhandlungen, die am 13. Dezember in die vermutlich letzte Runde gehen, erinnert GLOBAL 2000 mit dem Heiligen Nikolaus als Symbol des Schutzes bedürftiger Menschen die Industrievertretungen sowie Wirtschaftsminister Martin Kocher, dass es auch ihre Aufgabe ist, Menschen weltweit vor Ungerechtigkeit zu schützen und Zivilcourage zu zeigen. “Bisher nützen vor allem transnationale Konzerne die Rechtsunsicherheit in globalen Lieferketten aus, um heimische Umweltschutz- und Menschenrechtsgesetze zu umgehen. EIN STARKES EU-LIEFERKETTENGESETZ MIT KLAREN KLIMAVERPFLICHTUNGEN IST NOTWENDIG, DAMIT NACHHALTIGE UNTERNEHMEN NICHT LÄNGER EINEN WETTBEWERBSNACHTEIL HABEN UND VERANTWORTLICHE FÜR KLIMAZERSTÖRUNG WELTWEIT IN DIE PFLICHT GENOMMEN WERDEN”, FORDERT ANNA LEITNER, EXPERTIN FÜR LIEFERKETTEN UND RESSOURCEN BEI GLOBAL 2000.

VERHANDLUNGEN GEHEN INS FINALE

Am 13. Dezember findet der voraussichtlich letzte politische Trilog statt. Damit sollen die Verhandlungen zum EU-Lieferkettengesetz zwischen Parlament und Mitgliedsstaaten noch vor Jahresende enden und ein Kompromiss gefunden werden. Während sich die Verhandlungen über das EU-Lieferkettengesetz im Endspurt befinden, fordert GLOBAL 2000 die Regierung nun erneut dazu auf, sich für verpflichtenden Klimaschutz und gerechte Lieferketten stark zu machen. 

Das EU-Lieferkettengesetz soll Unternehmen ab einer bestimmten Größe (laut Vorschlag der EU-Kommission ab 500 Mitarbeiter:innen und mehr als EUR 150 Millionen Umsatz bzw. in Risikosektoren wie Textil und Bergbau ab 250 Mitarbeiter:innen und mehr als EUR 40 Millionen Umsatz) zu Sorgfaltsprüfungen in Bezug auf Menschenrechte und Umweltschutz entlang ihrer Wertschöpfungsketten verpflichten.

KLIMASCHUTZ IM EU-LIEFERKETTENGESETZ

Die Verpflichtungen in Bezug auf Klimaschutz sind in den Verhandlungen ein großer Streitpunkt. Bisher weigert sich der spanische Ratsvorsitz, auf Forderungen des EU-Parlaments und einzelner Mitgliedsstaaten nach starken Klimaverpflichtungen in Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen und verpflichtender Umsetzung von Klimaplänen einzugehen. 

Gerade um Menschen, die bereits jetzt von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen sind, zu schützen und einen Zugang zu Gerichten zu ermöglichen, sind Klimaverpflichtungen im Lieferkettengesetz notwendig. Nach wie vor zünden Konzerne und Banken sogenannte “Kohlenstoffbomben”, die unsere Emissionsbudgets um ein Vielfaches übersteigen. “Auch Analysen österreichischer Konzerne zeigen, dass bisherige freiwillige Ansätze nicht weit genug gehen und viele aktuelle Klimaversprechen als Greenwashing einzustufen sind. Neue Berichte zeigen, dass klare Klima- und Umweltverpflichtungen, verbunden mit zivilrechtlicher Haftung, notwendig sind, um diese Kohlenstoffbomben zu entschärfen und unternehmerisches Handeln innerhalb planetarer Grenzen  zu bringen. ES IST AN DER ZEIT, DIE GROSSEN IN DIE VERANTWORTUNG ZU NEHMEN, DAMIT AUCH SIE IHREN BEITRAG ZU EINER KLIMAFREUNDLICHEN ZUKUNFT LEISTEN!” FORDERT LEITNER ABSCHLIESSEND. 
Fotos der heutigen Aktion finden Sie hier!

Hannah Keller, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 64, hannah.keller@global2000.at
Anna Leitner, GLOBAL 2000 Ressourcen- und Lieferkettensprecherin, 0699 14 2000 22, anna.leitner@global2000.at

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