SJ-Stich: „Moria brennt. Kanzler Kurz trägt Mitverantwortung dafür“
Sozialistische Jugend kritisiert EU und Bundesregierung und fordert menschenwürdigen Umgang mit Schutzsuchenden
Wien (OTS) – „Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben wieder einmal völlig dabei versagt, Lösungen für die Menschen zu finden, die vor Krieg flüchten müssen. Mit dem EU-Türkei-Deal hat man lieber Milliarden an einen Autokraten gezahlt, um das Problem aus dem Sichtfeld zu schieben“, kritisiert Paul Stich, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend. „Statt Menschen in Not zu helfen, wurden sie unter unmenschlichen Bedingungen in Lager gepfercht. Diese Lager hätten schon längst evakuiert werden müssen. Jetzt brennt das Flüchtlingslager Moria und die Verantwortlichen geben sich überfordert. Es ist höchste Zeit, das Lager endgültig zu evakuieren und einen menschenwürdigen Umgang mit Schutzsuchenden sicherzustellen.“
„Auch Bundeskanzler Kurz hat dieses Versagen mitzuverantworten“, so Stich. „Aus der Versorgungskrise 2015 hat er nichts gelernt. Während er Menschen auf der Flucht für billigen Populismus und Neiddebatten missbraucht hat, hat er sich um keine einzige nachhaltige Lösung bemüht. Damit trägt er ebenso eine Mitschuld an der aktuellen Situation.“
Konkrete Lösungsansätze sind für die Sozialistische Jugend beispielsweise die Schaffung von sicheren Fluchtrouten, oder proaktive Resettlement-Programme. „Bei Unterstützung für Hilfe vor Ort ziert sich Österreich regelmäßig. Österreichische Waffen gelangen nach wie vor in Kriegsgebiete – auch hier wurde nichts unternommen. Jetzt brennt Moria“ betont Stich abschließend.
Sozialistische Jugend Österreich
Radovan Baloun
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