Regner: Faire Kapitalmärkte brauchen strenge Regeln
SPÖ-EU-Abgeordnete: „Starke Regulierung statt Laissez-faire ist das Gebot der Stunde“
Wien (OTS/SK) – Heute präsentiert die EU-Kommission einen neuen Aktionsplan für die Kapitalmarktunion. SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner ist Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments und fordert eine strenge Regulierung: „Ein gemeinsamer Kapitalmarkt an sich bringt noch kein Wirtschaftswachstum. Dafür braucht es Investitionen in Forschung, grüne Infrastruktur und digitale Netze. Gemeinsame und klare EU-Regeln senken die gerade für Klein- und Mittelbetriebe oft zu hohen Anforderungen einer Kapitalmarktfinanzierung. Diese Regeln müssen aber streng regulieren und einer in der Branche vorhandenen Laissez-faire- und Casino-Mentalität die Grundlage entziehen.“ ****
„Das bedeutet klare Regeln für Verbriefungsgeschäfte, Schatten-und Korrespondenzbankaktivitäten, die auch von einer handlungsfähigen EU-Finanzmarktaufsicht durchgesetzt werden. Statt wie in der Vergangenheit Gewinne zu privatisieren und Verluste den öffentlichen Haushalten umzuhängen, muss sich auch die Finanzbranche endlich fair beteiligen“, so Regner. „Die Finanzkrise 2008 hat uns gezeigt was passiert, wenn wir die Finanzmärkte sich selbst überlassen. Die anvisierte Vollendung der europäischen Kapitalmarktunion muss deshalb das Ziel stabiler und krisenfester Finanzmärkte ins Zentrum stellen. Und nur eingebettet in eine ganzheitlich auf soziale Absicherung und Nachhaltigkeit abgestellte Wirtschaftspolitik hilft sie langfristig den BürgerInnen und Unternehmen statt der Profitgier Einzelner.“ (Schluss) ls
Jakob Flossmann, Pressesprecher der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament
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