Korosec zu Pflegereform: „Finanzierung aus einer Hand unerlässlich“
Auch Personaloffensive und Entlastung pflegender Angehöriger sind für Seniorenbund-Präsidentin unstrittige Kernpunkte der kommenden Reform.
Wien (OTS) – Zum Startschuss der Arbeit der Task Force Pflege stellt Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec die für sie zentralen Punkte der Pflegereform dar. „Dem Österreichischen Seniorenbund war schon lange klar, dass bei einer Pflegereform unbedingt die Finanzierungsströme der Länder entflochten und eine Finanzierung aus einer Hand auf die Beine gestellt werden muss. Ein bundesweit einheitlicher Rahmen für Pflegedienstleistungen ist neben einer dringend notwendigen Personaloffensive unerlässlich, um ein Altern in Würde zu garantieren“, sagt Ingrid Korosec. „Ich freue mich sehr, dass sich auch Sozialminister Rudolf Anschober dieser Ansicht angeschlossen hat“, fügt sie hinzu.
„Darüber hinaus müssen wir bei allen Maßnahmen stets den Blick auf die Entlastung pflegender Angehöriger gerichtet halten. Rund 900.000 Menschen pflegen ihre Lieben daheim und stecken dafür in der Regel beruflich und privat zurück. Sie brauchen unsere besondere Unterstützung, vor allem durch eine Personaloffensive im Pflegebereich und den damit verbundenen Ausbau mobiler Betreuungsmöglichkeiten“, bekräftigt Korosec. Dabei sieht sie Umschulungsmaßnahmen, eine erhöhte Durchlässigkeit zwischen den Sozialberufen und eine Pflegelehre als mögliche Wege, um mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen.
„Wir stehen erst am Anfang eines umfassenden und wegweisenden Reformprozesses für unser Pflegesystem. In diesem Rahmen werde ich mich selbstverständlich weiterhin tatkräftig für die Seniorinnen und Senioren einsetzen. Die Zeit drängt, jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt“, so Korosec abschließend.
Österreichischer Seniorenbund
Mag. Alexander Maurer
Pressesprecher
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