FPÖ – Ragger: Schwarz-grüne Regierung hat die Reform der Pflege verschlafen
Ragger kritisiert fehlende Maßnahmen zur Sicherstellung der Pflegeversorgung
Wien (OTS) – „Vor bald einem Jahr hat die schwarz-grüne Regierung eine Pflegereform versprochen und entsprechende Konzepte für die Betreuung angekündigt. In diesem so wichtigen Bereich ist allerdings bis heute nichts passiert, weil die Systembremser in der ÖVP ihre Pfründe absichern wollen. Die Regierung hat die Reform der Pflege verschlafen. Es ist das Gebot der Stunde, dieses Thema anzugehen. Zum einen muss man die Sätze für die Pflege zuhause anheben, zum anderen am personellen Aufbau in den Pflegeheimen arbeiten, etwa durch die Einführung einer Pflegelehre und auch die Finanzierungsströme müssen koordiniert werden“, sagte heute FPÖ-Nationalratsabgeordneter Mag. Christian Ragger.
Etwa 90 Prozent der Pflegebedürftigen würden zuhause versorgt. Diese Menschen hätten es verdient, wenn es möglich ist, in ihrer vertrauten Umgebung alt zu werden, ihre wohlverdiente Versorgung zu erhalten und im familiären Umfeld die letzten Jahre verbringen zu können. „Und deshalb müssen diese Sätze für die Pflege zuhause aufgebaut werden. Wir müssen mehr Unterstützung für die Versorgung zuhause gewährleisten“, betonte Ragger.
Eine zweite wichtige Maßnahme betrifft die personelle Ausstattung in den Pflegeheimen. Ragger forderte unter anderem die Einführung einer Pflegelehre mit einem durchlässigen Ausbildungssystem. „Die Schweiz macht es vor, wie es geht und praktiziert das Modell seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Aber anscheinend sind ÖVP und Grüne völlig desinteressiert an Reformen, welche die Situation der Pflegebedürftigen, der Pflegekräfte und der pflegenden Angehörigen verbessern“, so Ragger. Für Entlastung des diplomierten Personals in den Pflegeheimen könnte auch die sogenannte Verblisterung, das vollautomatische, personalisierte Verpacken von Medikamenten, sorgen. Diese Methode, die Zeit und Geld sparen würde, scheint die Regierung außer Acht zu lassen. „Die Schweden machen das seit zehn Jahren, die Deutschen seit 15 Jahren und sie haben Millionen Euro an Einsparungen erzielt, weil die diplomierten Kräfte eben nicht mehr jeden Abend ihre Schachteln nehmen und die Medikamente einzeln aufteilen müssen“, so Ragger.
Ragger sprach sich auch für eine Koordinierung der Zahlungsströme aus: „ÖVP und Grüne wissen ganz genau, dass wir unzählige verschiedene Zahlungsströme im Bereich der Pflege haben – das reicht von der Gemeinde über das Land bis hin zum Bund. Auch hier muss man ansetzen und mit der richtigen Koordinierung auch für eine Entbürokratisierung sorgen.“
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