NEOS: Regierung hat aktive und passive Impfbereitschaft verwechselt

Loacker: „Es ist nun die Aufgabe des Gesundheitsministers, eine klare Ansage zu machen, dass die Impfungen auch gegen die Delta-Variante schützen, um so Skeptiker zu überzeugen.“

Wien (OTS) – „Dass der Impffortschritt langsam ins Stocken gerät, ist keineswegs überraschend“, reagiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker auf den für APA und ATV erstellten Österreich-Trend zur Impfbereitschaft. „In ihren Prognosen hat die Bundesregierung offenbar aktive und passive Impfbereitschaft verwechselt. Es ist natürlich schön und gut, wenn sich theoretisch 70 bis 80 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher impfen lassen würden. Praktisch setzen zu wenige den wichtigen Schritt zum ersten Stich. Und wer schon nach dem ersten Stich alle Rechte hat, gerät leichter in Versuchung, den Termin für die Zweitimpfung sausen zu lassen.“

Bereits Anfang Juni hätten NEOS aufgrund der stagnierenden aktiven Impfbereitschaft eine parlamentarische Anfrage eingebracht. „In Niederösterreich etwa sehen wir, dass offenbar von einer höheren aktiven Impfbereitschaft ausgegangen wurde als sie sich dann tatsächlich in Impfanmeldungen niedergeschlagen hat. Hier gibt es also scheinbar viele grundsätzlich lmpfbereite, die jedoch für den Moment lieber abwarten, anstatt sofort zu buchen“, erklärt der NEOS-Gesundheitssprecher. „Die Frage ist nur, ob die Bundesregierung die Problematik der sinkenden aktiven Impfbereitschaft erkannt hat und was sie dagegen unternehmen wird.“

Mangelnde Aufklärungsarbeit seitens der Regierung

Die Bundesregierung, so Loacker, müsse daher ihre Aufklärungsarbeit dringend verbessern, denn: „Mit dem momentan eher schleppenden Impffortschritt werden wir uns nicht ausreichend gegen die Delta-Variante schützen können.“ Es sei daher wesentlich, die Leute darüber zu informieren, dass die Impfungen auch gegen die ansteckendere Delta-Variante wirken. „Viele Menschen sind aufgrund sich mehrender Berichte über steigende Infektionszahlen beunruhigt“, so Loacker. „Es ist nun die Aufgabe des Gesundheitsministers, hier eine klare Ansage zu machen, dass die Impfungen auch gegen diese Mutation schützen. Das wäre für viele Skeptiker ein Grund mehr, sich einen Impftermin auszumachen. Doch bisher war davon seitens der Regierung nichts zu hören.“

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