Historische Gebäude – viel besser als ihr Ruf!

Wien/London/Newcastle/Madrid/Lissabon/Bratislava/Krems/Graz (OTS) – Gut gewartete historische Gebäude weisen mindestens so gute Energiebilanz auf, wie moderne Bauten. Etwas, das von Vielen gerne übersehen wird. Es ist also Zeit, Flagge zu zeigen und vorhandene Irrtümer aufzuklären:

Als Teil des „Green Deals“ bemüht sich die EU-Kommission seit einiger Zeit durch unterschiedliche Aktionen um verbesserte Energie-Effizienz der europäischen Bauwerke. So wurde im Frühjahr 2021 das „Neue Europäische Bauhaus“ initiiert, das die EU BürgerInnen dazu aufruft „schönere, nachhaltigere und inklusivere Formen des Zusammenlebens“ zu entwickeln. Eine zentrale Forderung dieser Aktion ist die bessere Dämmung und damit das Einsparen von Energie im Hausbau. Allerdings wird hier gerne übersehen, dass unsere historischen Gebäude – immerhin sind 26.000 unter Denkmalschutz allein in Österreich –schon über gute Voraussetzungen für niedrigen Energieverbrauch verfügen. So haben gut gepflegte Kastenfenster aus vergangenen Jahrhunderten langfristig bessere Dämmwerte als moderne Kunststoff-Fenster, die zudem nach 20 bis 30 Jahren ausgetauscht werden müssen und Sondermüll werden. Auch macht die Dämmung von Mauern mit bis zu 1 ½ Metern Dicke einfach keinen Sinn …

In einer sogenannten „EU-Woche der nachhaltigen Energie“ wird von 25.-29. Oktober 2021 das Thema unter dem Motto „Umgestaltung des europäischen Energiesystems“ vertieft. Und wieder werden die historischen Gebäude, die in ganz Europa einen wesentlichen Teil der vorhandenen Bausubstanz bilden, übersehen. Oder sie werden als reine Energiefresser gesehen, die dringend gedämmt werden müssen, um bessere Werte zu bekommen.

EU-Projekte wie PRO-Heritage: Protect traditional built Heritage Skills und INCREAS: Innovation and creative Solutions for Cultural Heritage steuern hier dagegen, indem sie aufzeigen, wie der Kulturerbe-Sektor zur Energiewende beitragen kann und dies auch tut. Beide Projekte wurden von der Burghauptmannschaft Österreich beantragt und werden von Mag. Gerald Wagenhofer, UBW Unternehmensberatung, koordiniert. „In diesen beiden Projekten ist der Energieverbrauch von historischen Gebäuden ein wichtiges Thema, dem wir uns aus unterschiedlichen Richtungen nähern“ sagt der Projektmanager Gerald Wagenhofer. „In PRO-Heritage entwickeln wir Trainingsmodule für HandwerkerInnen, deren Arbeit an historischen Gebäuden Einfluss auf den Energieverbrauch hat. Wie beispielsweise Mauern, Dachdecken und Zimmern. In Trainings-Videos werden die einzelnen Handgriffe gezeigt, erläutert und können dann von den Lernenden nachgemacht werden. Alle TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit ein internationales Zertifikat für ihre Weiterbildung zu erhalten. Dieses Zertifikat zeichnet sie als „Energie-Expert:innen für Kulturerbe“ aus und wird bei Ausschreibungen künftig wichtig sein.“

Das Pilotprojekt INCREAS beleuchtet das Thema Energie zwar nur am Rande, ist aber mindestens genauso wichtig, da hier der Sektor Kulturerbe neu definiert und beschrieben wird. Etwas, das bisher auf mehrere Sektoren aufgeteilt und nur schwer sichtbar war. „Im Projekt werden die Bedürfnisse des Sektors Kulturerbe erhoben, in intensiven Workshops diskutiert und als Basis für zukünftige Entscheidungen verwendet. Dieses Pilotprojekt ist eine einmalige Chance, den Sektor Kulturerbe in seiner Ganzheit zu zeigen und vor allem auch sichtbar zu machen“ zeigt sich Projektmanager Gerald Wagenhofer begeistert.

Eine gute Gelegenheit für die Projekte, oftmals berichtete Missverständnisse über den energetischen Zustand von historischen Gebäuden richtig zu stellen, ist die „EU-Woche der nachhaltigen Energie“ von 25.-29. Oktober 2021. Im Rahmen der Workshops können die Projektpartner von PRO-Heritage und INCREAS aufklären und belegen, dass historische Gebäude viel besser sind als ihr Ruf. Sie sind keine reinen Energiefresser, sondern tragen bei entsprechender Erhaltung und Wartung viel zur Energiewende in Europa bei. Die Kurs/Workshop-TeilnehmerInnen von PRO-Heritage und INCREAS sind sich einig: Die Energiebilanz ihrer „in Schuss gehaltenen“ Gebäude halten jedem Vergleich mit modernen Bauten stand und in manchen Fällen liegen sie sogar vorn!

Mehr zum Thema historische Gebäude und Energie-Effizienz erfahren Sie am 28. Oktober 2021 in einem Online-Workshop (in Englisch). Ab besten registrieren Sie sich gleich hier: [www.econgress.at/zd2152] (http://www.econgress.at/zd2152)

Sustainable Energy Week 2021: Energy-efficient Traditional Buildings

Historic buildings as climate protectors
09:00 Welcome and Registration
09:15 Opening by the Project consortium PRO-Heritage
Reinhold Sahl / Burghauptmannschaft Österreich
Gerald Wagenhofer / UBW
09:30 Cultural Heritage and its climate protection function
Graham Bell / Cultura Trust
10:00 Discussion
10:15 Energy Efficiency of Traditional Buildings
John Edwards / EdwardsHart
10:45 Discussion
11:00 Certification and Validation of traditional skills for
Cultural
Heritage
Gerald Wagenhofer / UBW Unternehmensberatung
Wagenhofer
11:30 Discussion
11:45 Closing remarks

Datum: 28.10.2021, 09:00 – 12:00 Uhr
Ort: Online
Online
Url: http://www.econgress.at/zd2152

Mag. Gerald Wagenhofer
M: +43/676/3273024
E: gerald.wagenhofer@ubw-wagenhofer.at

www.pro-heritage.eu
www.increas.eu

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