ÖH fordert mehr kooperative Doktoratsstudien zwischen Universitäten und Fachhochschulen

Finanzierung von Studienprogrammen darf nicht länger von Förderungen und Drittmitteln abhängen

Wien (OTS) – Seit Beginn des Wintersemesters läuft die Förderungsmaßnahme doc.funds.connect, ein Programm zu kooperativen Doktoratsstudiengänge zwischen Fachhochschulen und Universitäten von FWF und CDG. “Das doc.funds-connect Programm ist ein wichtiger Schritt zu mehr Kooperationen und Vernetzung der verschiedenen Hochschulsektoren”, freut sich das Vorsitzteam der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH). Durch die unterschiedlichen Schwerpunkte der Fachhochschulen führe eine engere Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen zu neuen Lösungsstrategien und der Möglichkeit Grundlagenforschung und angewandte Forschung noch besser zu verbinden.

Kritik gibt es an der Auswahl der geförderten Themen, da diese nur MINT-Fächer beinhalten. Raluca-Mihaela Ludescher, Referentin für Fachhochschulangelegenheiten, erklärt: “Es gibt unglaublich viele unterschiedliche Studiengänge an österreichischen Fachhochschulen -nur MINT-Programme zu fördern, schließt die Studierenden so vieler anderer Forschungsfelder aus und nimmt ihnen die Chance auf eine wissenschaftliche Karriere. Es braucht deutlich mehr kooperative Doktoratsstudien, um den tertiären Bildungssektor zu stärken und Durchlässigkeit zu fördern.”

Die ÖH fordert, dass die Finanzierung von kooperativen Doktoratsstudien nicht von Förderprogrammen abhängen darf: “Es kann nicht sein, dass es extra Förderungen benötigt, um Kooperationen für Doktoratsstudien für Universitäten und Fachhochschulen zu finanzieren. Wir sehen hier klar das BMBWF in der Verantwortung!” Es benötige allgemein eine Änderung in der Finanzierung von Fachhochschulen, so die langjährige Forderung der ÖH. “Auch Fachhochschulen müssen endlich dauerhaft mit öffentlichen Geldern finanziert werden, um mehr Stabilität im Studienangebot zu gewährleisten und die dringend notwendige finanzielle Entlastung der Studierenden zu ermöglichen!”, bleibt weiterhin die Position der ÖH.

“Den Fachhochschulen fehlt es an allen Ecken und Enden an verlässlicher Finanzierung durch das BMBWF – die Bereiche der Studienplätze und der angewandten Forschung sind aktuell am stärksten betroffen.” beanstandet Raluca-Mihaela Ludescher, Referentin für Fachhochschulangelegenheiten.

ÖH – Österreichische HochschülerInnenschaft
Tanja Steger
Pressesprecherin
+43 676 888 522 11
tanja.steger@oeh.ac.at
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