AK Maßnahmenpaket Bildung: Pandemie bewältigen, Bildungslücken schließen

Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte brauchen volle Unterstützung statt Verunsicherung

Wien (OTS) – „Es braucht jetzt Entlastungen an den Schulen und konkrete Pläne für die Zeit nach dem Lockdown um Lernrückstände zu schließen und psychisch zu unterstützen. Das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen muss derzeit absoluten Vorrang haben“, sagt Ilkim Erdost, Bereichsleiterin Bildung, Konsument:innen, Wien in der AK Wien und fordert: „Schulische Tests, Schularbeiten und anderes muss hintenangestellt werden, um dort wo sinnvoll akut Druck aus der jetzigen Situation rauszunehmen. Gleichzeitig gilt es jetzt konkrete Förderpakete zu schnüren, um nach dem Lockdown für die Schüler:innen umfassende Maßnahmen und Unterstützungsleistungen anbieten zu können.

Für die Teilnahme am Unterricht in Schulen ist es notwendig, ausreichende Möglichkeiten zur COVID-Testung zur Verfügung zu stellen. Dafür brauchen die Schulen dringend Unterstützung, nicht zuletzt bei der administrativen Abwicklung der Testungen. „Damit Lehrkräfte und Schulleitungen sich um die zentrale Bildungsarbeit kümmern können, müssen sie von der Administration der COVID-Maßnahmen weitgehend entlastet werden“, appelliert Erdost die Schulen mit diesen Aufgaben nicht allein zu lassen. „Es braucht daher eine zusätzliche Person pro Schulstandort für die Administration während der COVID-Maßnahmen!“

„Diese kurzfristigen Maßnahmen helfen uns, die Akutphase der Pandemie zu bewältigen“ verweist Erdost darauf, dass die Folgen der Pandemie vor allem im Bildungsbereich noch lange sichtbar sein werden. „Um Bildungslücken zu schließen, ist einiges mehr an Anstrengung notwendig“. Die AK schlägt daher ein Maßnahmenpaket Bildung vor.

Schüler:innen, ihre Eltern und auch LehrerInnen brauchen volle Unterstützung, damit kein Kind zurückgelassen wird und Bildungsrückstände schnellstmöglich aufgeholt werden können. Nach dem Ende des Lockdowns braucht es daher zusätzliche Ressourcen, damit Schulen intensiv arbeiten und Lernerfolge für jedes Kind ermöglichen können. Deutschland oder die Niederlande haben bereits milliardenschwere Programme zur Schließung von coronabedingten Bildungslücken aufgelegt. Erdost: „Die Erfahrung aus den vergangenen Lockdowns zeigen uns, dass umfangreiche Anstrengungen notwendig sind, um Bildungslücken zu schließen und psychosozial zu entlasten. Jedes Kind hat faire Bildungschancen verdient, auch in der Corona-Pandemie. Es wird Zeit, endlich dafür zu sorgen!“.

Das AK Maßnahmenpaket Bildung im Detail:
+ Aussetzen von schulischen Leistungskontrollen wo sinnvoll
+ Flächendeckende PCR Testmöglichkeiten für Lehrpersonal und Schüler:innen
+ eine administrative Kraft pro Schulstandort

+ Budgetäre Berücksichtigung der Corona-Pandemie
Im Budget verdienen Kinder, Eltern und Lehrer:innen mehr: konkret zumindest 300 Mio mehr mit dem AK Chancenindex! Damit können zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden, um jedes Kind jetzt, aber auch in Zukunft, bestmöglich zu unterstützen. Kurzfristig braucht es zusätzlich leicht administrierbare Lehrer:innenstunden, damit unverbindliche Übungen, Begabungs- und Förderstunden und ähnliches ermöglicht werden.

Arbeiterkammer Wien
Michael Mayer
066488156286
michael.mayer@akwien.at
www.arbeiterkammer.at

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