WKÖ-Spitze: Steuerreform ebnet Weg für nachhaltigen Aufschwung
Nachhaltige Entlastung dringend notwendig – zahlreiche WKÖ-Forderungen umgesetzt
Wien (OTS) – „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie sind nach wie vor eine massive Belastung. Gezielte Unterstützung ist daher notwendiger denn je. Deswegen kommt die ökosoziale Steuerreform, die einen breiten Entlastungsschwung bringen wird, keine Minute zu früh. Neben akut notwendigen Erleichterungen rücken wir mit der Steuerreform aber auch unserem erklärten Ziel näher, die Steuer- und Abgabenquote in Österreich nachhaltig und dauerhaft in Richtung 40% zu senken, um im Standortwettbewerb an Attraktivität zu gewinnen“, betont WKÖ-Präsident Harald Mahrer.
Im Rahmen des Steuerreform-Paketes sind zahlreiche Forderungen der Wirtschaftskammer umgesetzt worden, die Betrieben und Bürgerinnen und Bürgern ab dem nächsten Jahr steuerliche und Verwaltungs-Erleichterungen bringen.
WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf: „Wir konnten uns erfolgreich dafür einsetzen, dass viele verschiedene Entlastungs-Hebel in Bewegung gesetzt werden, sodass die Maßnahmen ausgewogen den Unternehmen aller Größenklassen zugutekommen. Beginnend bei Erleichterungen vor allem für KMU wie der Erhöhung des Grundfreibetrags vom Gewinnfreibetrag, startend mit Jahresbeginn 2022, über die Senkung der Körperschaftsteuer, bis zur Tarifsenkung bei der Lohn- und Einkommensteuer.“ Hier ist zuletzt nun auch eine wichtige bürokratische Erleichterung gelungen: In der Personalverrechnung dürfen Betriebe einen „Mischsteuersatz“ anwenden, der den unterjährigen Übergang zwischen den gesenkten Tarifstufen erleichtert. Für 2022 wird dieser Mischsteuersatz 32,5% betragen (als Mittelwert zwischen 35 und 30%), 2023 dann 41% (als Mittelwert zwischen 42 und 40%). Danach sinken die Sätze auf 30 bzw. 40%.
Eine weitere Erleichterung für die Personalverrechnung bei Geringverdienern ist die Entlastung bei der Krankenversicherung über ein steuerliches Modell.
Ein essentieller Eckpunkt der Steuerreform aus der Sicht der Wirtschaft und wesentliche WKÖ-Forderung ist die Wiedereinführung eines Investitionsfreibetrages, der als Nachfolgemodell der Investitionsprämie wichtige Wachstumsimpulse bringen soll.
Für die Ökologisierung des Steuersystems, neben der Entlastung zweite Prämisse dieser Steuerreform, wird eine neue Systematik für ein nationales Emissionszertifikatesystem beziehungsweise CO2-Bepreisung etabliert. Aus der Sicht der Wirtschaft ein richtiger und notwendiger Schritt, solange mit Augenmaß vorgegangen wird und übermäßig stark betroffene Unternehmen entsprechend entlastet werden, wie Mahrer betont: „Eine auch im internationalen Vergleich ausgewogene CO2-Bepreisung ist ein intelligentes marktwirtschaftliches Instrument für echten Klimaschutz. Wichtig ist aber, dass auf besondere Härtefälle entsprechend Rücksicht genommen wird – hier gibt es noch Nachbesserungsbedarf“.
„Mit diesem Reformpaket wird der Weg zu einem nachhaltigen Aufschwung unseres Wirtschaftsstandortes unterstützt. Betriebe ebenso wie Bürgerinnen und Bürgern haben sich dies als Anerkennung und Motivation in dieser herausfordernden Zeit verdient“, unterstreichen Mahrer und Kopf. (PWK750/PM)
Sonja Horner
Wirtschaftskammer Österreich
Sprecherin des Präsidenten
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