Schallmeiner/Grüne: Niederschwellige und kostenfreie HPV-Impfung für ganz Österreich notwendig

Wien (OTS) – Heute ist Welt-HPV-Tag. Damit soll einerseits auf die Gefahren durch HPV (Humane Papillomviren) und andererseits auf die Wichtigkeit von Prävention hingewiesen werden. HPV ist weit verbreitet, es gibt über 200 verschiedene HP-Viren, wovon mindestens 14 Typen Krebs hervorrufen können. HPV werden in erster Linie sexuell übertragen. Meistens kann der Körper die Virusinfektion erfolgreich bekämpfen, manchmal verursacht die Infektion aber auch Krebsvorstufen und Krebs. Am bekanntesten ist hier der Gebärmutterhalskrebs, aber auch Karzinome beispielsweise im Rachenraum, Anus oder am Penis werden durch HPV verursacht.

Die HPV-Impfung bringt nicht nur einen Individualschutz, sondern vermeidet auch Virusübertragungen, weshalb durch hohe Durchimpfungsraten Herdenimmunität erreicht werden kann. Darum wird die Impfung in Österreich vom vollendeten 9. bis zum vollendeten 12. Lebensjahr im Rahmen des Impfprogramms des Bundes, der Bundesländer und der Sozialversicherung auch kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung dieser Impfungen für Kinder im Schulalter liegt bei den Bundesländern und ist teils unterschiedlich organisiert.

Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen, sagt dazu: „Die HPV-Impfung ist aus meiner Sicht eine zentrale Prophylaxe. Es wäre wichtig, die Impfung für weitere Jahrgänge anzubieten, um mehr Menschen zu schützen. Nachdem über einzelne Impfaktionen und Impfprogramme hinaus Impfungen in Österreich generell in den Bereich des Privatmarkts fallen, werden wir längerfristig gesehen ein gesamtstaatliches einheitliches Impfangebot brauchen. Erste Vorarbeiten dazu wurden bereits unter Wolfgang Mückstein angestoßen, hier sind Bund, Länder und Sozialversicherung gefordert. Das Ziel muss eine möglichst hohe Durchimpfungsrate im Land sein, also braucht es auch möglichst niederschwellige und kostenfreie Angebote für alle.“

Zusätzlich fordern die Grünen auch einen Ausbau der Verfügbarkeit des kostenfreien Angebots. So sollen nicht nur in den Unterstufen HPV-Impfangebote gemacht werden, sondern zudem auch in den Berufsschulen und Oberstufen. Außerdem regt Schallmeiner eine eigene HPV-Kampagne für Buben an. „Die HPV-Impfung gilt bei vielen immer noch als rein weibliche Impfung, aber Buben und Männer sollten genauso geimpft werden – sie sind nicht nur Überträger. Die Impfung schützt vor Genitalwarzen sowie durch HPV verursachte Krebsvorstufen die auch Buben und Männer betreffen, beispielsweise Krebs von Penis, Anus und Rachen. Deshalb braucht es auch noch vermehrt Aufklärung“, betont Schallmeiner.

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