Transportwirtschaft: drohende Konkurswelle

SWV Pokorny fordert versprochene Hilfen der Bundesregierung ein

Wien (OTS) – Bereits seit Wochen und Monaten appelliert SWV Vizepräsidentin Katarina Pokorny an die Österreichische Bundesregierung: die Lage in der Transportwirtschaft spitzt sich immer mehr zu. „Gerade die Klein- und Kleinstunternehmen können sich die hohen Treibstoffpreise und die stark angestiegenen Kosten für Fahrzeuge und Ersatzteile nicht mehr leisten! Bereits jetzt müssen die Transportunternehmen, steigende Preise an die Kund:innen weitergeben, um überhaupt noch fahren zu können. Die Bundesregierung muss endlich Hilfsmaßnahmen umsetzen damit die kleinen Unternehmen überleben und damit sich die steigenden Spritpreise nicht noch mehr auf den Warenkorb der Österreicher:innen auswirkt. Tut die Bundesregierung nichts und sieht weiterhin zu, heizen ÖVP und Grüne, die ohnehin bereits hohe Inflation weiter an“, fordert Katarina Pokorny, die auch SWV Spartenvorsitzende für Transport & Verkehr ist.

Die Unternehmerin weist außerdem darauf hin, dass nicht alle Transportunternehmen steigende Preise weitergeben können. Oft sind die kleinen Transportunternehmen an fixe Verträge gebunden und werden von großen Auftraggebern unter Druck gesetzt. So wurde schon vor der Krise der Preis gedrückt – mittlerweile sind die Auswirkungen insbesondere für EPU & KMU existenzbedrohend.

Dass die aktuelle Situation für die Transportunternehmen nicht mehr tragbar ist, zeigt sich auch in den findigen Lösungen gewisser Unternehmen. So soll sich ein Unternehmer, der in Österreich liefert und sich damit rühmt 100% seiner Steuern in Österreich zu zahlen, die NOVA Erhöhung sparen – und zwar durch die Nutzung von Fahrzeugen, die nicht in Österreich gemeldet sind.

„Wenn die Branche bereits auf solche Mittel zurückgreift, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Konkurse in der Transportwirtschaft – insbesondere bei den EPU & KMU massiv ansteigen werden. Kein korrekt kalkulierendes Unternehmen kann unter den aktuellen Umständen arbeiten“, warnt Katarina Pokorny.

„Der Hut der Transportwirtschaft qualmt nicht nur, er brennt! Ich fordere die Bundesregierung nochmals dazu auf, ihre Zusagen an die Wirtschaft zu halten und endlich die vor drei Wochen versprochenen Hilfsmaßnahmen umzusetzen. Wir Unternehmer:innen brauchen jetzt endlich die Senkung der MöSt sowie die Aussetzung der CO2 Steuer bis 2024 um das Schlimmste zu verhindern!“, fordert Pokorny abschließend.

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