Mandl gratuliert diesjährigen Simon-Wiesenthal-Preisträgerinnen und -trägern

Es geht sowohl um die Erinnerung an den Holocaust, die Shoa, als auch um den täglichen Kampf gegen Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen

„Die Aufklärung über den Holocaust, die Shoa, ist aus mehreren Gründen wichtig. Erstens ist die Geschichte eine große Lehrmeisterin. Wir müssen sie sehen und hören. Der organisierte Massenmord an jüdischen Mitmenschen, das Ziel der Auslöschung von Millionen Menschen, hatte mit Hass in Worten und im Alltag begonnen. Zweitens sinkt die Zahl der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ständig. Umso wichtiger ist es, die Erinnerungen festzuhalten und das Wissen lebendig zu halten. Drittens führt uns die Shoa wie nichts Anderes vor Augen, was Menschen fähig sind, anderen Menschen anzutun. Jede Bosheit soll uns weiterhin schockieren, aber eigentlich können uns auch schlimmste Verbrechen nicht überraschen, weil wir das Wissen über den Holocaust haben. Dieses Wissen bringt Verantwortung mit sich und bedeutet die Verpflichtung, Bosheiten zu bekämpfen, das beginnt bei der Abwertung anderer Menschen welcher Art auch immer und aus welchen vorgeschobenen Gründen auch immer. Viertens hilft die Aufklärung über den Holocaust im Kampf gegen Antisemitismus“, erläutert der Europaabgeordnete Lukas Mandl anlässlich der Würdigung der diesjährigen Simon-Wiesenthal-Preisträgerinnen und -träger gestern, Montag, in Wien an die israelische Holocaust-Gedenkinitiative Zikaron BaSalon, den palästinensischen Friedensaktivisten Mohammed S. Dajani Daoudi und Waltraud Barton, Obfrau des Vereins IM-MER, der sich für das Gedenken an die NS-Vernichtungsstätte Maly Trostinec einsetzt.

Mandl ist Mitglied unter anderem der Ausschüsse für bürgerliche Freiheiten und Justiz sowie Außenpolitik im Europaparlament und Vorsitzender der interparlamentarischen überparteilichen Initiative der Transatlantischen Freunde Israels (TFI). Er fährt fort: „Dass der Simon-Wiesenthal-Preis strukturell gegliedert ist in die Aufklärung über den Holocaust einerseits und den Kampf gegen Antisemitismus andererseits, ist enorm wichtig. Denn es sollte uns immer vor Augen sein, dass Antisemitismus nicht ein historisches Phänomen allein ist, sondern ein Verbrechen, das täglich in vielfältiger Weise begangen wird.“

„Zur hässlichen Fratze des Antisemitismus in unseren Breiten kommt seit vielen Jahren jener, der in islamistischer Ideologie wurzelt, und gerade in diesen Tagen erleben wir wieder ein Aufflammen des Antisemitismus in Form des Antizionismus, indem von außen versucht wird, einen demokratischen Rechtsstaat in einer Weise zu maßregeln, wie das mit keinem anderen demokratischen Rechtsstaat gemacht wird. Nur Israel ist dem ausgesetzt. Das ist eine üble Doppelmoral, die in antisemitischen Ressentiments wurzelt. Außerdem ist festzustellen, das schon seit Pandemiebeginn und nun auch seit dem Angriff durch Putin-Russland vielfach jüdische Mitmenschen für derartige Krisen und Verbrechen verantwortlich gemacht werden. Derartige Verschwörungstheorien bringen den sozialen Zusammenhalt und den gesellschaftlichen Frieden in eine gefährliche Schieflage und verhindern, dass jüdische Mitmenschen sich sicher fühlen und unbeschwert leben können. Wir müssen diesen Lügen mit Entschiedenheit und tagtäglich entgegentreten, online und persönlich“, ist Mandl überzeugt.

Mandl gratuliert den Preisträgerinnen und Preisträgern. „Mögen ihre Beispiele Motivation und Grundlage für viel couragiertes Handeln sein“, sagt der österreichische Europaabgeordnete. (Schluss)

Wolfgang Tucek, EVP-Pressedienst, Tel.: +32-484-121431,
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