ÖH FH Campus Wien: Neuer ÖH Vorsitz vergleicht Muslime mit Neandertalern
„Ich fühle mich, wie wenn man als Kopftuchträgerin in einen Raum voller Neonazis geht“, die ÖH an der Fachhochschule Campus Wien hat einen neuen ÖH Vorsitz. Lubna Morad hat sich als erste:r stellvertretende:r Vorsitzende:r im letzten Jahr durch rassistische und diskriminierende Aussagen bereits einen Namen gemacht. So verhalte sich die muslimische Community an der FH Campus Wien laut Morad „wie Neandertaler“ und wird mit Neonazis verglichen. Bei der gestrigen HV Sitzung wurde Morad vom VSStÖ zum neuen Vorsitz der lokalen Hochschulvertretung der größten Fachhochschule Österreichs gewählt – die Mandatar:innen der AktionsGemeinschaft und des Team FHCW stimmten als Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung gegen den Wahlvorschlag. „Rassismus darf niemals geduldet werden. Besonders als Studierendenvertretung möchten wir allen Studierenden eine Stimme geben, unabhängig ihrer Herkunft. Das rassistische Verhalten von Lubna Morad in der Vergangenheit macht diese Person als ÖH Vorsitzende untragbar“, so Bernhard Beer, Spitzenkandidat der AktionsGemeinschaft an der FH Campus Wien für die kommende ÖH Wahl. Bundesweit wirbt der VSStÖ mit diskriminierungsfreien Hochschulen. An der FH Campus Wien scheint dieser Fokus weniger Bedeutung zu bekommen.
BUNDESWEITER SPITZENKANDIDAT DER AG LAUT MORAD EIN „KANAKE“
Muhammed Durmaz, AG Spitzenkandidat auf Bundesebene, zeigt sich nach einem Besuch der FH Campus Wien schockiert: „Das rassistische Verhalten von Lubna Morad macht mich sprachlos. Dass ich von einer Person aus der ÖH an einer österreichischen Hochschule mit ‚Kanake‘ begrüßt werde, zeigt wie wenig Respekt der neue ÖH Vorsitz gegenüber der eigenen und auch anderen Kulturen hat.“ Statt einer Entschuldigung begründete Morad die Verwendung des Worts „Kanake“ mit der eigenen Herkunft. „Für mich bleibt dieser Ausdruck eine Herabwertung meiner Herkunft“, so Durmaz. Aber nicht nur gegen Menschen mit Migrationshintergrund tätigte Morad rassistische Aussagen. Mit Sätzen wie „Ich hasse scheiß weiße Menschen wie dich“ brachte sie ihren Unmut gegenüber einer ehemaligen VSStÖ Mandatarin verbal zum Ausdruck.
Mitglieder der AktionsGemeinschaft, des Team FHCW und der Junos FHCW verließen nach der Wahl als Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung die Sitzung. Von 9. bis 11. Mai haben die Studierenden an der FH Campus Wien bei der ÖH Wahl die Chance, für eine antirassistische Hochschulvertretung zu stimmen.
SERVICE HINWEIS
Studierende, die an der FH Campus Wien von Diskriminierung betroffen sind, können sich an die dafür zuständige Stelle für Gleichbehandlungsfragen wenden.
Pressekontakt für Rückfragen:
Viktoria Feichtinger, +43 664 4608555, Viktoria.feichtinger@aktionsgemeinschaft.at
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