Tiroler Tageszeitung, Leitartikel, Ausgabe vom 13. Juli 2023. Von PETER NINDLER. „So wird die Schiene zum Leichtgewicht“.
Die Erhöhung des Tonnagelimits für elektrobetriebe Lkw soll ein Anreiz zum Umrüsten sein. Doch mit 44 Tonnen werden alle Bemühungen zur Verlagerung auf die Schiene konterkariert. Und auch der Bau des Brennerbasistunnels.
Was in vielen EU-Staaten als ökologischer Fortschritt bejubelt wird, entpuppt sich am Brenner als „Greenwashing“. Dass emissionsfrei betriebene Lkw künftig EU-weit mit 44 statt 40 Tonnen unterwegs sein dürfen, widerspricht nämlich fundamental der ebenfalls angestrebten Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Wie sollen nach der Inbetriebnahme des Brennerbasistunnels die angepeilten Gütertransportsteigerungen auf der Brennerachse von 53 bis 95 Prozent gelingen, wenn die Beförderung auf der Straße weiterhin unterstützt wird? Mehr Gewicht und mehr Länge gehen eindeutig zulasten der Wettbewerbsfähigkeit der Bahn. Unabhängig davon, ob Wasserstoff oder ein Elektromotor den Lkw antreibt.
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