AK Anderl: Probleme auf dem Arbeitsmarkt nicht auf Arbeitssuchende abwälzen

Sanktionen und überregionale Vermittlung sind keine Allheilmittel

„Die Arbeitsmarktdaten zeigen, dass noch einiges zu tun ist, damit Arbeitssuchende gezielt auf einen Arbeitsplatz vermittelt werden können, an dem sie auch bleiben. Es reicht nicht, einfach die Daumenschrauben anzuziehen und dem AMS anzuordnen mehr und häufiger zu sanktionieren bzw. mehr auf die überregionale Vermittlung zu setzen. Das ist zwar für die Unternehmen bequem, aber so werden Probleme des Arbeitsmarktes einfach auf die Menschen abgewälzt. Die Betroffenen geraten bei einer plötzlichen Sperre ihres Arbeitslosengeldes oft in eine echte finanzielle Notlage“, erklärt AK Präsidentin Renate Anderl.
Wo liegen die Probleme tatsächlich? Es gibt Betriebe und Berufe, wo es einen erhöhten Bedarf nach ausgebildeten Arbeitskräften gibt: Hier muss die Arbeitsmarktpolitik möglichst aktiv unterstützen und ausbilden, ausbilden, ausbilden! Neben einem ausreichenden Angebot an Bildungsmaßnahmen müssen Menschen, die eine Ausbildung machen, auch finanziell so abgesichert sein, dass sie sich das Leben noch leisten können.

Arbeiterkammer Wien
Alexa Jirez
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