Disoski/Grüne zum Equal-Pension-Day: Frauen verdienen Fairness, die am Konto ankommt

Grüne Frauensprecherin bekräftigt Forderung nach verpflichtender Lohntransparenz und Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung

„Auch, wenn sich der Equal Pension Day seit dem vergangenen Jahr erneut leicht nach hinten verschoben hat, ist die geschlechtsspezifische Pensionslücke in Österreich mit über 40 Prozent noch immer dramatisch hoch und sie hat fatale Auswirkungen für Frauen. Altersarmut ist hierzulande nach wie vor weiblich. Frauen verdienen endlich Fairness, die auch am Konto ankommt, im Erwerbsleben und in der Pension“, sagt Meri Disoski, Vorsitzende der Grünen Frauen Österreich, anlässlich des bevorstehenden Equal-Pension-Days. Der Tag markiert jährlich jenen Zeitpunkt, an dem Männer bereits so viele Pensionseinkünfte erhalten haben, wie Frauen erst bis Jahresende erhalten haben werden.

„Der Kampf gegen Altersarmut von Frauen muss klarerweise bereits im Erwerbsalter beginnen“, führt Disoski aus. Einmal mehr bekräftigt die Vorsitzende der Grünen Frauen Österreich ihre bekannte Forderung nach einer verpflichtenden Lohntransparenz für Unternehmen ab 35 Mitarbeitenden inklusive Sanktionsmaßnahmen bei festgestellter Lohndiskriminierung: „Diese Maßnahme greift bereits während der Erwerbsphase und trägt damit maßgeblich zur Verkleinerung des Pension Gaps bei“, sagt Disoski und ergänzt: „Unsere Vorschläge sind dem Koalitionspartner bekannt und können rasch umgesetzt werden.“

„Zentral ist darüber hinaus auch eine faire, partnerschaftliche Verteilung unbezahlter Sorge-Arbeit, die wir mit zeitgemäßer Elternkarenz und Eltern-Teilzeit-Modellen erreichen können, vor allem aber auch ein Rechtsanspruch auf qualitative Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr“, sagt Disoski. Sie verweist auf konkrete Schritte, die die Bundesregierung auf dem Weg dorthin bereits gesetzt hat: „Mit der Kindergartenmilliarde ermöglichen wir den österreichweiten Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen. Unsere große Ausbildungsoffensive für Elementarpädagog:innen ermöglicht zudem die Ausbildung von hochqualifiziertem Personal.“

Abschließend erinnert Disoski an wichtige Maßnahmen, die die Bundesregierung im Kampf gegen Altersarmut von Frauen in den vergangenen Jahren gesetzt hat: „Neben der Anhebung der Mindestpensionen haben wir etwa aus der Hacklerregelung, die eine Männer-Regelung war, den Frühstarter:innenbonus gemacht – davon profitieren in erster Linie Frauen. Zusammen mit der deutlichen Erhöhung der Sozialhilfe und der Mindestsicherung trägt auch die automatische jährliche Erhöhung wichtiger Familien- und Sozialleistungen dazu bei, Altersarmut bei Frauen entgegenzuwirken“, sagt Disoski.

„Während vergangene Regierungen die Hände in den Schoß gelegt und das Problem der weiblichen Altersarmut verantwortungslos ignoriert haben, sichern wir Frauen Schritt für Schritt ab. Diesen Weg werden wir weitergehen, weil Frauen Fairness verdienen“, hält Disoski fest.

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