ÖGB-Schumann zum Schulbeginn: „Während Eltern mit der Kostenexplosion kämpfen, schaut die Regierung zu!“
Politik muss Familien entlasten und endlich Preise bei Lebensmitteln, Wohnen und Energie senken
So aufregend der Schulbeginn vor allem für die Tafelklassler:innen sein mag, ist er „für viele Eltern eine Riesenherausforderung, da sie in diesen Tagen die Teuerung mit voller Wucht spüren“, sagt Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und -Bundesfrauenvorsitzende zum bevorstehenden Schulstart im Osten Österreichs.
„Während Eltern zu Schulbeginn mit der enormen Kostenexplosion kämpfen, schaut die Regierung zu und schafft es seit Monaten nicht, die Menschen nachhaltig finanziell zu entlasten. Zusätzlich zu den massiv gestiegenen Lebensmittel- und Wohnpreisen müssen die Eltern jetzt auch noch die gestiegenen Kosten für Schulutensilien stemmen“, betont Schumann. Ein Startpaket für Schulanfänger:innen schlage schnell mit mehreren hundert Euro zu Buche. Zusatzkosten, die viele in Verzweiflung stürzen, weil sie nicht wissen, wie sie dieses Geld auftreiben sollen.
BILDUNG DER KINDER DARF NICHT VOM GELDBÖRSEL DER ELTERN ABHÄNGEN
Alleinerzieherinnen und Eltern, die etwa aufgrund von Teilzeitarbeit mit einem Einkommen unter der Armutsgrenze auskommen müssen, treffen die zusätzlichen Schulkosten besonders hart – und in weiterer Folge auch deren Kinder. „Bildung darf aber nicht vom Geldbörsel der Eltern abhängen“, unterstreicht Schumann. Laut SORA-Schulkostenstudie von 2021 geben Eltern im Schnitt 1.468 Euro pro Kind und Schuljahr aus. „Seit dieser Studie hat die Inflation rasant an Fahrt aufgenommen und mittlerweile sind die Preise für Schulsachen natürlich noch weiter nach oben geklettert”, so die Gewerkschafterin. Aktuelle Zahlen bekomme man erst im Herbst, bis 29. September können Eltern noch an der aktuellen Schulkostenstudie teilnehmen (www.schulkosten.at/registrierung/).
Neben der Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel und einer echten Mietpreisbremse für alle muss sich die Bundesregierung auch darum kümmern, dass das Kinderbetreuungsangebot endlich flächendeckend und ganztägig ausgebaut wird. „Nur so haben Frauen die Wahlfreiheit und können Vollzeit arbeiten. Angesichts der Teuerung ist das für Frauen umso wichtiger, denn nur so können sie auch ein höheres Einkommen erreichen und sich selbst und ihre Kinder vor Armut schützen“, so die ÖGB-Vizepräsidentin.
ÖGB Kommunikation
Mag.a Barbara Kasper
0664 6145221
barbara.kasper@oegb.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.