„JOSEF HOFFMANN: Falling for Beauty“ in Brüssel
In Kooperation mit dem MAK zeigt das Art & History Museum die erste große Schau zu Josef Hoffmann in Belgien – Eröffnung heute, 5. Oktober 2023
Mit „JOSEF HOFFMANN: Falling for Beauty“ eröffnet das Art & History Museum in Brüssel heute, 5. Oktober 2023, die erste umfassende Ausstellung in Belgien zum beeindruckenden Lebenswerk des österreichischen Architekten, Designers, Lehrers, Ausstellungsmachers und Mitbegründers der Wiener Werkstätte Josef Hoffmann (1870–1956). Als Kooperationspartner und Hauptleihgeber ist das MAK wesentlich an der Ausstellung beteiligt. Sie basiert auf der 2021/22 im MAK gezeigten, international viel beachteten Ausstellung „JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit“, die mit mehr als 1.000 Exponaten erstmals das gesamte Œuvre von Josef Hoffmann beleuchtete. Das Art & History Museum lenkt den Fokus vor allem auf Objekte und Entwürfe, die das Verständnis für Hoffmann im Hinblick auf seine Tätigkeit in Belgien vertiefen.
Josef Hoffmann pflegte enge Kontakte zu Architekten und Entwerfern in Belgien, vor allem aber ist Brüssel der Entstehungsort für sein Hauptwerk: das Palais Stoclet. Das im Auftrag des wohlhabenden Unternehmers Adolphe Stoclet von der Wiener Werkstätte umgesetzte repräsentative Vorstadtpalais gilt bis heute als Inbegriff eines Gesamtkunstwerks. Als künstlerischer Leiter des Projekts hatte Josef Hoffmann die Möglichkeit, sein Ideal des Gesamtkunstwerks – von der architektonischen Gestaltung bis hin zu den kleinsten Details der Inneneinrichtung – nach rein künstlerischen Qualitätskriterien umzusetzen. Im Oktober 1955, nur ein Jahr vor seinem Tod, reiste Hoffmann anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Palais Stoclet noch einmal nach Brüssel, zu jenem Projekt, das sein Leben und seine Karriere prägte.
Der anhaltende Mythos um dieses Gebäude sowie die besondere Produktkultur, die aus der Handwerkskunst der Wiener Werkstätte hervorging, prägen bis heute die Auseinandersetzung mit seiner Praxis“, schreiben das Art & History Museum und deren verantwortlicher Gastkurator Adrián Prieto in der Ankündigung der Hoffmann-Ausstellung, die alle Aspekte seines Wirkens über sechs Jahrzehnte einschließt: Architektur, Design, dekorative Künste, Szenografie, Schriftstellerei und Lehre. Die Kapitel der Ausstellung orientieren sich an Architekturmodellen, darunter ein neues Modell von Hoffmanns Pavillon für die Werkbundausstellung in Köln 1914, das als Inbegriff und Schlüsselreferenz für die Betrachtung von Konstellationen von Möbeln, Objekten, Designs, Textilien und Dokumenten dient. Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung in Brüssel liegt auf Hoffmanns kreativer Methode des Entwerfens.
Anlässlich der MAK Ausstellung „JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit“ (MAK Ausstellungshalle, 15.12.2021–19.6.2022) gelang es den Kuratoren Christian Witt-Dörring, Rainald Franz und Matthias Boeckl, die systematische Erforschung von Josef Hoffmanns Vermächtnis voranzutreiben und Lücken in der Aufarbeitung seines Werks zu schließen. Mit der Publikation zur Ausstellung „JOSEF HOFFMANN 1870–1956: Fortschritt durch Schönheit. Das Handbuch zum Werk“ liegt ein neues Standardwerk mit Einblicken in Hoffmanns künstlerische Vision und in die Bedeutung der Wiener Moderne im internationalen Kontext vor.
Die Ausstellung „JOSEF HOFFMANN: Falling for Beauty“ ist ein wesentliches Moment des heurigen Art-Nouveau-Jahres in Brüssel. Der Ausstellungsraum des Art & History Museum, in dem „JOSEF HOFFMANN: Falling for Beauty“ zu sehen ist, wird Ende 2024 zu einer ständigen Galerie, die dem belgischen Jugendstil und Art déco gewidmet ist.
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