FP-LR Rosenkranz: Schwarze Schafe werden nicht geschützt!
Landestierschutzreferentenkonferenz setzt drei Schwerpunkte
„Tierleid muss verhindert, bekämpft und bestraft werden“, sagte die freiheitliche Tierschutzlandesrätin Mag. Susanne Rosenkranz, unter deren Vorsitz die diesjährige Landestierschutzreferentenkonferenz der Bundeslandverantwortlichen in Krems stattfand. „Schwarze Schafe dürfen nicht länger gesetzliche Schlupflöcher vorfinden und ungestraft davonkommen“. Dazu hat Rosenkranz drei Schwerpunkte gesetzt: Die Bekämpfung des illegalen Welpenhandels, die Problematik von Tiertransporten und das heikle Thema von Tierhalteverboten.
„Jeder Mensch, der ein Tier hält, muss das ordentlich machen!“, betonte Rosenkranz, die auf die in Österreich neue und einzigartige Tierschutz-Taskforce in Niederösterreich setzt. Diese heuer neu gegründete „schnelle Eingreiftruppe“ habe bereits etliche Erfolge erzielt. So sei es erst unlängst gelungen ein „Welpenring“ zu sprengen.
„Der illegale Welpenhandel ist ein Millionengeschäft für die Hundemafia aus dem Osten“, betonte Rosenkranz, die sich für eine bundesweite Informationskampagne gegen diese kriminellen Machenschaften aussprach. „Gemeinsam sind wir stärker, denn dieses Problem ist ein großes“, sagte Rosenkranz. „Uns geht es darum, das traurige Schicksal der Tiere aufzuzeigen und Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen, dass hier Tierleid am laufenden Band produziert wird. Hände weg von Hunden aus dubiosen Quellen!“, so Rosenkranz. Beide Anträge zur Verhinderung des illegalen Welpenhandels, wurde einstimmig angenommen.
„Wer Tierschutz ernst nimmt, muss über Tiertransporte reden“, kritisierte Rosenkranz die gängige Praxis jährlich 1,6 Milliarden Nutztiere quer durch Europa oder noch weiter zu „karren“. Trotz strenger Kontrollen und saftigen Strafen rollen diese Transporte weiter. „Aus Sicht des Tierschutzes ist die ständige Diskussion um Stunden/Minuten/Temperaturen oder noch mehr Kontrollen nicht zielführend, da es erst gelingen muss, die Einhaltung der derzeit geltenden Rechtsstandards zu gewährleisten. „Unser übergeordnetes langfristiges Ziel muss es sein, dass Langstreckentransporte generell nicht mehr stattfinden, weil sie aus wirtschaftlicher Sicht unattraktiv und aus tierethisch-moralischer Sicht schlichtweg abzulehnen sind“, betonte Rosenkranz. „Das quälerische Verfrachten von Lebewesen quer über den Globus muss endlich ein Ende haben! Fangen wir in Österreich damit an“, forderte Rosenkranz.
Ebenso brauche es eine gesetzliche Verbesserung bei Tierhalteverboten. Wenn etwa ein Tierhalter aufgrund von Verfehlungen mit einer Diversion davon komme, könne sich ein Verfahren über lange Zeit hinziehen, ohne dass sich die beanstandeten Zustände geändert hätten. „Das ist nicht im Sinn des Tierschutzes“, betonte Rosenkranz, die sich dafür aussprach, den zuständigen Behörden ein früheres Einschreiten zu ermöglichen und bereits bei der ersten Beanstandung ein Tierhalteverbot auszusprechen zu können. „Deshalb habe ich BM Rauch aufgefordert, den §39 TschG zu ändern, dass die Behörde auch schon bei einer Diversion die Tierhaltung verbieten kann“, so Rosenkranz.
Insgesamt zeigte sich die niederösterreichische Tierschutzlandesrätin mit den Ergebnissen der Konferenz zufrieden und übergab den Vorsitz für das nächste Treffen der Landestierschutzreferenten an Landesrat Michael Lindner aus Oberösterreich.
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