Stadtentwicklung: Zahlreiche Zukunftsprojekte vor Beschluss im Gemeinderatsausschuss

Leistbarer Wohnraum mit insgesamt 1.000 Wohnungen auf Tagesordnung – Schutz historischer Bebauungsstruktren und mehr Grünraum – Freigabe für vertiefende Planungen für Rothneusiedl

Der Planungsausschuss des Wiener Gemeinderats behandelt in seiner morgigen Sitzung am 3.12. gleich mehrfach Zukunftsprojekte der Wiener Stadtteilplanung und schafft somit die Grundlage für insgesamt knapp 1.000 neue Wohnungen. Im Fokus der Sitzung steht neben der Schaffung von leistbarem Wohnraum, auch die Schaffung neuer Büroflächen, die Sicherung historischer Bausubstanz und neue Grün- und Freiräume. Auch die Mittelfreigabe für die vertiefende Planung des Vorzeige-Stadtentwicklungsgebiets RothNEUsiedl im Südraum Favoriten liegen dem Ausschuss zur Beschlussfassung vor.

3., GASOMETERVORFELD – NEUER WOHNRAUM UND ZENTRALPARK

Mit dem Beschluss wird die rechtliche Grundlage für über 800 Wohnungen, zahlreichen Arbeitsplätze sowie für das Herzstück des neuen Stadtteils geschaffen – einem 51.000 m² großen Park im Gasometervorfeld. Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs wurde unter Beteiligung der Bevölkerung im Jahr 2019 ein Siegerprojekt von BWM Architekten und Carla Lo Landschaftsarchitektur gekürt und in weiterer Folge als städtebaulicher Rahmenplan von der Stadtentwicklungskommission beschlossen. Ebenfalls im Rahmen eines Wettbewerbs wurde der Entwurf für den Zentralpark im Sommer 2024 ermittelt. Die Errichtung des Parks ist ab 2026 in mehreren Phasen geplant, wobei die erste Ausbaustufe bereits einen Großteil der Grünfläche umsetzen wird. Der Panoramaweg und der südliche Bereich der Gasometer stehen dabei besonders im Fokus.

20., SACHSENPLATZ – ÜBERGANG ZUM NORDWESTBAHNHOF

Mit der Neufestsetzung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans soll eine zeitgemäße und zukunftsfähige Entwicklung innerhalb des Gebiets möglich werden. Dabei wird die bestehende unterschiedliche Bebauungs- und Nutzungsstruktur berücksichtigt. Bis zu 100 zusätzliche zum Teil auch geförderte Wohneinheiten können durch Neuentwicklungen (Sachsenplatz 4 und Wallensteinstraße 61-67) entstehen. Auch die unmittelbare Nähe zu dem Stadtentwicklungsgebiet Nordwestbahnhof ist ein wichtiger Faktor für die zukünftige Entwicklung.

Die Baublöcke sollen entsprechend dem Masterplan Gründerzeit entwickelt werden. Die neu geschaffenen Bebauungsmöglichkeiten im Innenhof dienen auch dazu, bestehende Feuermauern abzudecken und hochwertigen, nachhaltigen Wohnraum im Bezirk zu schaffen. Für die historische Blockrandbebauung zwischen Dammstraße und Sachsenplatz soll erstmals eine Schutzzone festgesetzt werden. So kann gewährleistet werden, dass das charakteristische Stadtbild erhalten bleibt.

21., TOMASCHEKSTRASSE/AUTOKADERSTRASSE: GEMEINDEBAU NEU

Der Parkplatz in der Tomaschekstraße bei der städtischen Wohnhausanlage Autokaderstraße 3-7 im 21. Bezirk eignet sich nach sorgfältiger Prüfung als Standort für einen sozial und ökologisch nachhaltigen neuen Gemeindebau mit etwa 115 Wohnungen und einer Tiefgarage.

Voraussetzungen dafür sind, dass der Baumbestand so weit wie möglich erhalten bleibt, sich die Bebauung an den umliegenden Wohnhäusern orientiert und dort weiterhin einen Ausblick sowie eine gute Belichtung ermöglicht. Für die Bewohner*innen der Bestandsanlagen soll der Neubau zudem einen Mehrwert durch ein noch attraktiveres Wohnumfeld bieten, z. B. durch Lokale in der Erdgeschoss-Zone, öffentliche Durchgänge zum Park sowie ein gemeinschaftlicher Nachbarschaftshof.

17., SICHERUNG DES KLEINEN SCHAFBERGS

Die neue Flächenwidmung für den Kleinen Schafberg beruht auf einer Reihe von Anliegen aus der Bevölkerung und umfasst ein Siedlungsgebiet von 27 Hektar. Es hat ein intensiver Austausch mit der Bevölkerung unter anderem in Form von Vor-Ort-Begehungen und Diskussionsveranstaltungen stattgefunden. Die Bebaubarkeit im Gebiet wird leicht reduziert, um unmaßstäbliche Bauführungen („Monsterbauten“) in Zukunft zu verhindern und die klimawirksame Durchgrünung zu sichern.

Neben besseren Voraussetzungen für die technische Infrastruktur und Aufschließung der Liegenschaften legt der nun beschlossene gestellte Planentwurf auch eine bestmögliche rechtliche Grundlage für Wegeverbindungen vor. Dabei geht es als Teil-Aspekt auch um eine Wieder-Öffnung des sogenannten „Mauserlweges“ als naturnah belassenen Erholungsraum. Für dessen konkrete Umsetzung sind aber noch die notwendigen verwaltungstechnischen und zivilrechtlichen Maßnahmen zu treffen.

2., NEUES BÜROHOCHHAUS AM HANDELSKAI
An der Wiener Waterfront im 2. Bezirk, dem urbanen Entwicklungsgebiet am rechten Donauufer, ist direkt an der U2-Station Donaumarina der Timber Marina Tower geplant, ein bis zu 113 Meter hohes Bürohochhaus unmittelbar neben der U2-Station Donaumarina. Das Hochhausprojekt basiert auf dem 2019 in einem internationalen Wettbewerb ausgewählten Siegerprojekt von Dominique Perrault und Hoffmann-Janz. Grundlage für den Wettbewerb waren Entwicklungsleitlinien, die von der Stadt Wien vorgegeben wurden.

Stadtteilplanung und Flächenwidmung
Andreas Baur
Telefon: 0676 811888596
E-Mail: andreas.baur@wien.gv.at

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