Chronische Nierenerkrankung: innerhalb der Herz-Nieren- und Stoffwechsel-Erkrankungen lange still und unentdeckt
* Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit.[1]
* Diese-Erkrankungen sind miteinander verknüpft, treten oft gemeinsam auf und können sich gegenseitig verstärken.[2]
* Die chronische Nierenerkrankung (CKD), die zu den Herz-Nieren- und Stoffwechsel-Erkrankungen gehört, stellt eine besondere Herausforderung dar, da sie oft stumm verläuft.[3]
* Frühzeitige Erkennung und rechtzeitige Behandlung sind entscheidend, um das Fortschreiten der CKD und damit verbundene Komplikationen zu verzögern – dennoch bleibt die Erkrankung oft unentdeckt, bis ein fortgeschrittenes Stadium erreicht ist.[4]
* Im Rahmen des Weltnierentags am 13. März 2025 beleuchtet Boehringer Ingelheim die Bedeutung der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Besonders für Menschen mit einem erhöhten Risiko für CKD – etwa Personen mit Typ-2-Diabetes oder Bluthochdruck – ist eine regelmäßige Vorsorge-Untersuchung entscheidend.[8]
Herz-Nieren- und Stoffwechsel-Erkrankungen betreffen weltweit über eine Milliarde Menschen und gehören zu den häufigsten Todesursachen.[1,2] Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf- und chronische Nierenerkrankungen sind zudem eng miteinander verknüpft.[2] Jede dieser Erkrankungen erhöht nicht nur das Risiko, auch die anderen zu entwickeln, sondern verschlechtert auch die Prognose der jeweils anderen.[2]
BEWUSSTSEIN FÜR CHRONISCHE NIERENERKRANKUNG GERING
Die CKD stellt eine besondere Herausforderung dar, da sie oft lange symptomlos verläuft und erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt wird.[5] Zudem nimmt die Verbreitung von CKD zu: Prognosen zufolge wird sie bis 2040 zur fünfthäufigsten Todesursache weltweit aufsteigen und bereits jetzt sind mehr als 10 Prozent der Weltbevölkerung betroffen.[6] In Österreich entspricht das etwa 900.000 Menschen. Trotz der hohen Verbreitung bleibt das Bewusstsein für CKD gering: Nur 6 Prozent der Allgemeinbevölkerung und 10 Prozent der Hochrisikopersonen wissen überhaupt von ihrer Erkrankung.[7]
CKD ist eine ernstzunehmende, langfristige Krankheit, bei der die Nieren allmählich ihre Fähigkeit verlieren, Abfallstoffe wirksam aus dem Blut zu filtern.[5] Oft als „stiller Killer“ bezeichnet, bleibt die Krankheit bei den meisten Betroffenen über Jahre hinweg unbemerkt.[5] Tatsächlich ist eine CKD-Diagnose bereits ein ernstes Warnsignal: Eine Person kann bis zu 90 Prozent ihrer Nierenfunktion verlieren, bevor erste Symptome auftreten.[5] Unbehandelt kann CKD zu lebensverändernden Behandlungen wie Dialyse oder sogar einer Nierentransplantation führen.[5]
FRÜHERKENNUNG UND DIAGNOSE SENKEN RISIKO FÜR DIALYSE
Die gute Nachricht: Eine frühzeitige Untersuchung sowie rechtzeitige Diagnose und Behandlung können das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen oder sogar verhindern – und gleichzeitig das Risiko schwerwiegender gesundheitlicher Komplikationen im späteren Leben verringern.[8] Besonders für Menschen mit einem erhöhten Risiko für CKD – etwa Personen mit Typ-2-Diabetes oder Bluthochdruck – ist eine frühzeitige Vorsorge-Untersuchung entscheidend.[8] Denn Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Nierenerkrankungen und Typ-2-Diabetes sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig.[2] Das Bewusstsein für diese Zusammenhänge ist essenziell: Wer eine Herz-Nieren-Stoffwechsel-Erkrankung hat, hat ein erhöhtes Risiko, eine weitere zu entwickeln.[2,9] Dieses Wissen fördert einen proaktiven und ganzheitlichen Ansatz in der Patientenversorgung.
Eine frühzeitige Untersuchung kann in Form eines ausführlichen Nierengesundheitschecks erfolgen. Dieser umfasst wesentliche Blut- und Urintests sowie eine Blutdruckmessung.[3] Viele Menschen mit CKD erhalten ihre Diagnose erst kurz vor oder sogar erst nach dem Auftreten der ersten Symptome – zu einem Zeitpunkt, an dem es bereits schwieriger ist, ernsthafte gesundheitliche Folgen zu verhindern.[4] Sobald eine CKD diagnostiziert wurde, soll umgehend mit einer Behandlung nach den empfohlenen Richtlinien begonnen werden.[10]
„Die chronische Nierenerkrankung ist eine schwerwiegende Erkrankung, die zu lebensverändernden Komplikationen führen kann, wenn sie nicht frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird“, so DR. PHILIPP LEUSCHNER, MEDICAL DIRECTOR ÖSTERREICH. „Eine proaktive Versorgung und frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen sind insbesondere für Menschen mit einem erhöhten Risiko, etwa Personen mit Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, entscheidend. Nur dann besteht die Chance, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Dadurch lässt sich nicht nur die Notwendigkeit einer Dialyse oder einer Nierentransplantation verhindern oder hinauszögern, sondern letztlich auch die Lebensqualität der Patient*innen verbessern und deren Lebensdauer erhöhen.“
„Ein gesunder und aktiver Lebensstil ist für alle von Vorteil. Eine Überprüfung der Nierenfunktion ist einfach, machbar und mit relativ geringen Kosten verbunden. Daher möchten wir jeden Menschen dazu ermutigen, einen Moment innezuhalten und über seine Nierengesundheit nachzudenken. Wenn Sie selbst oder eine nahestehende Person ein erhöhtes Risiko haben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über einen Nierenfunktionstest.“
Boehringer Ingelheim setzt sich dafür ein, die Lebensqualität von Menschen mit Herz-Nieren- und Stoffwechsel-Erkrankungen zu verbessern. Die Mission des internationalen Forschungsunternehmens ist es, proaktive Versorgung, frühzeitige Diagnose und innovative Therapien zu fördern, die langfristig die Gesundheit und Lebensqualität von Patient*innen verbessern können.
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REFERENZEN
* Vora J, Cherney D, Kosiborod MN, Spaak J, Naresh Kanumilli, Kamlesh Khunti, et al. Inter-relationships between cardiovascular, renal and metabolic diseases: Underlying evidence and implications for integrated interdisciplinary care and management. Diabetes, obesity & metabolism/Diabetes, obesity and metabolism. 2024 Feb 8;26(5):1567-81. Einzusehen auf: https://dom-pubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/dom.15485 (abgerufen im Dezember 2024)
* Marassi M, Fadini GP. The cardio-renal-metabolic connection: a review of the evidence. Cardiovascular diabetology. 2023 Jul 31;22(1):195. Einzusehen auf: https://cardiab.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12933-023-01937-x (abgerufen im Dezember 2024)
* Chronic kidney disease: early detection and management. NPS MedicineWise. 2022. Einzusehen auf: https://www.nps.org.au/news/ckd-integrating-kidney-health-into-patient-care (abgerufen im November 2024)
* Whaley-Connell A, Ravi Nistala, Chaudhary K. The Importance of Early Identification of Chronic Kidney Disease. Missouri Medicine. 2015;108(1):25. Einzusehen auf: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6188457/ (abgerufen im November 2024)
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* Machado J. In Europe, Research Finds Substantial Benefits of CKD Screening – Global Patient Alliance for Kidney Health. Global Patient Alliance for Kidney Health. 2024. Einzusehen auf: https://globalkidneyalliance.org/in-europe-research-finds-substantial-benefits-of-ckd-screening/ (abgerufen im November 2024)
* Kadowaki T, Maegawa H, Watada H, Yabe D, Node K, Murohara T, et al. Interconnection between cardiovascular, renal and metabolic disorders: A narrative review with a focus on Japan. Diabetes, Obesity and Metabolism. 2022 Aug 25;24(12):2283-96. Einzusehen auf: https://dom-pubs.pericles-prod.literatumonline.com/doi/10.1111/dom.14829 (abgerufen im Dezember 2024)
* Christofides EA, Desai N. Optimal Early Diagnosis and Monitoring of Diabetic Kidney Disease in Type 2 Diabetes Mellitus: Addressing the Barriers to Albuminuria Testing. Journal of Primary Care & Community Health. 2021 Jan;12:215013272110036. Einzusehen auf: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7983418/ (abgerufen im Dezember 2024)
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