FPÖ – Brückl: „Diese Regierung verspricht eine Aufholjagd im Bildungsbereich, liefert aber nur eine Umverteilung!“

„Wo bleiben die Investitionen für die österreichischen Schüler?“

„Die schwarz-rot-pinke Regierung spricht von einer Aufholjagd und nennt Bildung einen Schwerpunktbereich. Aber was versteht diese Regierung überhaupt darunter?“, fragte heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl zu Beginn seines Debattenbeitrags zum Bildungsbudget.

„Im Bildungsbudget sind zwölf Milliarden Euro veranschlagt – das bedeutet ein Plus von 400 Millionen Euro. Doch dieses Plus fließt überwiegend in Gehälter. Wenn das die große Aufholjagd sein soll, muss man sich fragen: Was macht diese Regierung denn tatsächlich? In Wahrheit handelt es sich um reine Umschichtungen. Wir würden das anders angehen. Der NEOS-Bildungsminister schafft ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr für alle. Wir hingegen wollen dieses nur für jene Kinder, die es wirklich brauchen und nicht für alle. Die Regierung zwingt damit Kinder in den Kindergarten, auch wenn sie es nicht wollen oder brauchen. Das lehnen wir klar ab. Hinzu kommt, dass dieses Vorhaben zusätzliche Kosten verursacht. Es braucht nämlich dazu Infrastruktur und qualifiziertes Personal“, so Brückl.

„Notwendig wären nicht nur 4.000 Ausbildungsplätze, sondern – und das weiß auch der Minister – in den kommenden Jahren wird das Dreifache gebraucht. Noch dazu handelt es sich bei drei Viertel dieser Ausbildungsplätze, die Bildungsminister Wiederkehr neu schaffen möchte, um akademisierte Kindergärtnerinnen und -gärtner – diese Vorgangsweise ist für uns nicht nachvollziehbar“, betonte Brückl.

Zum vorherrschenden Lehrermangel merkte der FPÖ-Bildungssprecher an: „Wir sind mittlerweile in der Situation, dass sich Schuldirektoren gegenseitig Lehrer abwerben. Das ist ein Alarmsignal. Die Regierung reagiert mit dem Ausbau der Studienplätze für die Primarstufe und will den Quereinstieg wieder attraktiver machen. Diese Vorschläge sind altbekannt, sie stammen aus der Vergangenheit und haben sich als unzureichend erwiesen. Der Quereinstieg an sich ist eine gute Möglichkeit – wie etwa bei der Initiative ‚Teach for Austria‘, die das wirklich gut machen, die qualitativ hochwertig arbeiten, aber sie können schlicht nicht die nötige Quantität aufbringen.“

„Der NEOS-Minister wird das Lehrpersonalproblem nur dann in den Griff bekommen, wenn er das Besoldungsrecht anpasst und vor allem die Ausbildungsdauer reformiert. Die Lehrerausbildung muss insgesamt attraktiver gestaltet werden, sonst wird das nichts“, so Brückl weiter.

„Auch dringend notwendige Investitionen in österreichische Familien fehlen völlig. In Wahrheit investieren SPÖ, ÖVP und NEOS in die Zuwanderung. Es werden Deutschförderklassen ausgebaut, Orientierungsklassen geschaffen, eine verpflichtende Sommerschule für jene installiert, die kein Deutsch können. Aber wo bleiben die Investitionen in österreichische Schüler? Wo sind die Mittel für die kleinen Volksschulen im ländlichen Raum? Wo sind die Investitionen in Mittelschulen? Die Zuschüsse für die ‚Wien-Woche‘ werden sogar reduziert. Und was ist mit der Berufsausbildung? Da findet man im Budget praktisch gar nichts.“

„Diese viel beschworene Aufholjagd ist in Wahrheit keine. Das ist kein verantwortungsvolles Regieren. Das ist ein ‚Weiter wie bisher‘ – ein Wettlauf in die falsche Richtung“, kritisierte Brückl.

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