FPÖ – Ecker: „Armutsrisiko von Frauen – Realität anerkennen, konsequent handeln“

„Der heute veröffentlichte ORF-Beitrag zur Studie der Caritas bestätigt, was wir Freiheitliche seit Jahren betonen: Das Armutsrisiko von Frauen wird in Österreich systematisch unterschätzt. Jede dritte Frau in einem Mehrpersonenhaushalt ist individuell armutsgefährdet – ein alarmierender Befund“, sparte die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Rosa Ecker nicht mit Kritik. „Die politischen Verantwortungsträger in der aktuellen, aber auch in der vorangegangenen Regierung reden lieber über Quoten statt über reale Lebensbedingungen. Ehrliche Sozialpolitik bedeutet, Familien und Alleinerziehende trotz des trotz hohen Budgetdefizits steuerlich zu entlasten.

„Wer über Armut spricht, muss auch über jene Frauen sprechen, die Familienarbeit leisten, Angehörige pflegen oder Kinder großziehen und dadurch oft auf Teilzeit oder Niedriglohnjobs angewiesen sind. Diese Lebensrealitäten werden in der Statistik zu oft ausgeblendet“, betonte Ecker. Es reiche nicht aus, „nur“ vom Haushaltseinkommen zu reden. Überfällig sei es, zu untersuchen, wer tatsächlich über das Geld verfügt, und zwar geschlechtsspezifisch. „Pflegende Tätigkeiten und familiäre Verantwortung müssen stärker in Sozial- und Pensionssysteme einbezogen werden, damit Frauen nicht in Abhängigkeiten gedrängt werden. Lobende Worte des Dankes für Care-Arbeit sind nicht genug. Pflege und Kinderbetreuung müssen als wertvolle Arbeitsleistung anerkannt werden, auch im Pensionssystem.“

Die Devise „Eigenständigkeit statt Abhängigkeit“ sei längst überfällig. „Frauen müssen die Möglichkeit haben, aus eigener Kraft finanziell abgesichert zu leben – ein erster Schritt dazu ist aus unserer Sicht die überfällige Anrechnung der Pflege und Kinderbetreuung im Pensionssystem. Es kann nicht sein, dass Frauen, die ihr Leben lang arbeiten oder ihre Familie unterstützen, im Alter in die Armutsfalle geraten“, betonte Ecker.

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