Kassenverträge attraktivieren – drohende Versorgungslücken verhindern

Aktuelle Zahlen zum Ausstieg von Ärztinnen und Ärzten aus dem Kassensystem zeigen Handlungsbedarf.

Vom Gesundheits-Newsletter Relatus Med (MedMedia) veröffentlichte aktuelle Zahlen zeigen: Viele Ärztinnen und Ärzte im Alter von 30 bis 35 Jahren beginnen ihre Laufbahn zwar im Kassengesundheitssystem, wechseln aber im Alter von 45 bis 55 Jahren in die Wahlarztordinationen. „Der niedergelassene kassenärztliche Bereich ist ein Fundament unseres solidarischen Gesundheitssystems. Um es zu erhalten, müssen Ärztinnen und Ärzte im Kassensystem bleiben. Dazu muss die Politik endlich die Rahmenbedingungen ärztlicher Arbeit attraktiver gestalten“, fordert Johannes Steinhart, Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien. „Damit sich Ärztinnen und Ärzte langfristig für das Kassensystem entscheiden und dort gerne tätig sind, braucht es dringend flexiblere, individuell angepasste Arbeitsbedingungen, strukturelle Verbesserungen und endlich faire Tarife.“ In Wien ist die Anzahl der Kassenärztinnen und -ärzte seit 2010 um 12 Prozent gesunken, während die Einwohnerzahl im gleichen Zeitraum um 20 Prozent gewachsen ist. Immer weniger Vertragsärztinnen und -ärzte müssen also eine wachsende, älter werdende und damit betreuungsintensivere Bevölkerung versorgen. Die Konsequenzen spüren Patientinnen und Patienten täglich: lange Wartezeiten, Aufnahmestopps und den Verlust an persönlicher Zuwendung in der medizinischen Betreuung.

Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien
Mag. Denise Daum
Telefon: +43 664 8238103
E-Mail: daum@aekwien.at
Website: https://www.aekwien.at/

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