FPÖ – Schmiedlechner/Royer: „ÖVP-Bauernbund ist Totengräber der heimischen Landwirtschaft!“

Freiheitliche fordern massive Entlastungen und Ende des falschen Spiels der ÖVP bei Mercosur und Herkunftskennzeichnung

In einer heutigen Pressekonferenz übten FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner und der stellvertretende Bereichssprecher für Land- und Forstwirtschaft NAbg. Albert Royer scharfe Kritik an der Agrarpolitik der ÖVP und warnten vor dem Kollaps der heimischen Lebensmittelversorgung. Täglich würden neun Betriebe zusperren, während die ÖVP am Bauernbundball eine „heile Welt“ vorgaukeln würde. „Während die Bauern wegen des Handelsabkommens Mercosur und mit Billiggetreide-Importen aus der Ukraine mit einem Preisverfall zu kämpfen haben, tanzen die ÖVP-Bonzen am Samstag beim Bauernbundball. Sie gaukeln da die heile Welt vor und gleichzeitig kämpfen die Bauern ums Überleben“, kritisierte Schmiedlechner.

Der FPÖ-Agrarsprecher warf der ÖVP ein „falsches Spiel“ vor. So sei ein freiheitlicher Antrag zur Einholung eines EuGH-Gutachtens zu Mercosur von der ÖVP vertagt worden. Gleichzeitig würden die Bauern unter massivem Preisverfall bei Getreide, Mais und Milch leiden. „Die Auflagen und Richtlinien werden für unsere Produktion in die Höhe geschraubt, gleichzeitig wird aber noch Billigware importiert, die nicht unseren Standards entspricht“, so Schmiedlechner, der einen sofortigen Wechsel in der Landwirtschaftspolitik forderte. Die FPÖ werde Anträge für einen Agrardiesel, eine allumfassende Herkunftskennzeichnung, die Demokratisierung des AMA-Verwaltungsrates sowie eine Anpassung der Entschädigungen bei Tierseuchen einbringen. Auch bei der Entwaldungsverordnung zeige sich die Scheinheiligkeit der ÖVP: „Auf EU-Ebene haben sie der Entwaldungsverordnung zugestimmt und jetzt auf einmal schreien sie alle und sagen: ‚Nein, um Gottes willen, das ist ein Bürokratiemonster!‘“

NAbg. Albert Royer, selbst Milchbauer, warnte vor den dramatischen Folgen von Mercosur für die kleinstrukturierte Landwirtschaft und den Tourismus. Viele Betriebe würden aufgeben, wenn sie mit „südamerikanischem Hormonfleisch konkurrieren“ müssten. „Täglich geben neun bäuerliche Betriebe in Österreich ihren Beruf auf. Das ist eine besorgniserregende Tendenz. Unsere Versorgungssicherheit steht an einem gefährlichen Kipppunkt“, erklärte Royer. Nach dem Beschluss von Mercosur sei eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung ohne Wenn und Aber umzusetzen. „Ich fordere die ÖVP und den Nationalratsabgeordneten Strasser nachdrücklich dazu auf, diese Blockadehaltung endlich aufzugeben. Wenn sich die ÖVP auch weiterhin im Nationalrat gegen die verpflichtende Herkunftskennzeichnung stellt, dann beweist sie einmal mehr, dass sie der Totengräber der heimischen Landwirtschaft ist!“

Abschließend appellierte Schmiedlechner an die Bauern: „Eines ist jedoch klar, liebe Bauern: Ein ‚Weiter wie bisher‘ darf es nicht geben. Die ÖVP steht für den geraden Kurs in den landwirtschaftlichen Abgrund. Nur mit der FPÖ werden die heimischen Bauern das Ansehen bekommen, das sie verdienen, und nur mit der FPÖ werden neue Wege in der Landwirtschaftspolitik beschritten werden!“

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