Gewerkschaft PRO-GE zu ams-Osram: Kolportierte Verkaufspläne gefährden gesamten Standort

Arbeitnehmervertreter fordern Standort- und Beschäftigungsgarantien

Die kolportierten Verkaufspläne des steirischen Unternehmens ams-Osram lassen bei der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) die Alarmglocken schrillen. Laut einem Bericht der Kronen Zeitung, zeigt der deutsche Konzern Infineon großes Interesse am Medizin- und Industriegeschäft, die Produktion selbst solle dann aber in „unausgelastete Infineon-Werke“ verlagert werden. Der ams-Standort in Premstätten wäre damit nicht mehr wirtschaftlich betreibbar.

„Sollte das Filetstück des Unternehmens so verkauft werden, ist in wenigen Jahren der gesamte Standort mit rund 1.300 Arbeitsplätzen in großer Gefahr“, kritisieren PRO-GE Bundesvorsitzender Reinhold Binder.

Die Gewerkschafter fordern die ams-Verantwortlichen daher auf, alle Kaufangebote auch hinsichtlich der Standortsicherheit zu prüfen. “Es geht um die Zukunft des gesamten Werkes. Sollten einzelne Geschäftsfelder zum Schuldenabbau verkauft werden, muss es von Kaufinteressenten auch Standort- und Beschäftigungsgarantien geben“, betont Binder. Schließlich habe das Unternehmen für den Millionenförderungen der öffentlichen Hand erhalten.

„Es kann nicht sein, dass die Zukunft des steirischen Werkes keine Rolle spielt. Wer Förderungen aus Steuergeldern kassiert, muss auch Arbeitsplätze sichern“, sagt PRO-GE Landesgeschäftsführer Hubert Holzapfel.

PRO-GE Öffentlichkeitsarbeit
Mathias Beer
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