WKÖ-Menz zur Industriestrategie: Standortstärkung Gebot der Stunde – jetzt kommt’s auf die Umsetzung an

Entlastung muss rasch bei Betrieben ankommen – Bessere Planbarkeit durch Industriestrompreis und Bürokratieabbau, Schlüsseltechnologie-Offensive klug umsetzen

„Ein international wettbewerbsfähiger Strompreis, die Senkung der Lohnnebenkosten, Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung, eine Schlüsseltechnologie-Offensive, die Aufhebung des gesetzlichen Verbots von Carbon Capture and Storage sowie der Abbau von Bürokratie durch das Durchforsten und die Reduktion nationaler Berichtspflichten sind richtige und dringend notwendige Schritte, um Österreichs krisengebeutelte Industrie zu entlasten, den Standort Österreich zu sichern und zukunftsfit zu gestalten sowie unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern“, sagt Sigi Menz, Obmann der Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zur heute vorgestellten Industriestrategie der österreichischen Bundesregierung. „Die Industriestrategie ist auch ein wichtiges Signal an in- und ausländische Unternehmen, dass Österreich die Industrie als wichtigen Wirtschaftsfaktor anerkennt und sie strukturiert unterstützt. Das schafft Zuversicht und Investitionssicherheit – für die Wirtschaft, für Industriepartner und für Investoren“, hebt der Bundesspartenobmann hervor.

_FINANZIERUNG FÜR LANGFRISTIGE VORHABEN MUSS GESICHERT SEIN_

„Jetzt kommt‘s auf die rasche Umsetzung der Maßnahmen aus der Industriestrategie an, aber – und das ist mir unglaublich wichtig zu sagen – ohne neue Steuern! Die Maßnahmen mit dem Fokus auf Entlastung und Standortstärkung müssen rasch spürbare Verbesserungen bringen. Die Finanzierung zur Erreichung der gesteckten Ziele muss sichergestellt sein. Wie die Jahreszahl in der Bezeichnung ‚Industriestrategie 2035‘ zum Ausdruck bringt, braucht es für die industriepolitischen Maßnahmen einen langen Atem und die entsprechende Finanzierung“, so Menz weiter. „Ziel muss jedenfalls sein, das Vertrauen in den Standort zu stärken und damit Betriebe wieder zu mehr Investitionen zu motivieren.“

_SCHLÜSSELTECHNOLOGIEN FÖRDERN, DAMIT FORSCHUNG SCHNELLER IN INNOVATION MÜNDET _

„Die Definition von Schlüsseltechnologien, also die klare Benennung zentraler Technologiebereiche und deren strategische Förderung, ist sinnvoll und notwendig, um Fördermittel gezielt und wirksam einzusetzen. Das schafft Orientierung für die Wirtschaft ebenso wie für Investoren“, ist Menz überzeugt. 2,6 Milliarden Euro aus dem FTI-Pakt für diese Schlüsseltechnologien im Zeitraum von 2026 bis 2029 sowie ein neues Schlüsseltechnologie-Beschleunigungsgesetz mit vereinfachten Genehmigungsverfahren zur schnelleren Umsetzung sorgen dafür, dass Forschung rascher in marktreife Innovationen mündet. Auch neue Ausbildungsberufe und Anpassungen in den Lehrplänen der Schulen sollen dazu beitragen, Fachkräfte in Schlüsseltechnologien auszubilden, zu gewinnen und zu halten. „Bei der Umsetzung muss aber darauf geachtet werden, dass die genannten Schlüsseltechnologien in eng vernetzten Wertschöpfungsketten eingebettet sind. Auch jene Branchen außerhalb der neun genannten Bereiche müssen bei den geplanten Maßnahmen mitgedacht werden“, so Menz weiter.

_PRAXISNAHE UMSETZUNG ENTSCHEIDEND_

„Mit den Maßnahmen der Industriestrategie werden zentrale industriepolitische Anliegen adressiert. Sie beinhalten wichtige Ansätze, um die Herausforderungen der österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer zu bewältigen. Entscheidend ist nun auch die praxisnahe Umsetzung. Ihre Wirkung wird an der konkreten Entlastung für Betriebe gemessen werden“, hält Bundesspartenobmann Menz abschließend fest.
_ÜBER DIE WKÖ-BUNDESSPARTE INDUSTRIE:_

Wirtschaftskammer Österreich

Digital Media & Communication

Pressestelle
Telefon: T 0590 900 – 4462
E-Mail: dmc_pr@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.