Globaler Digital Entrepreneurship Ecosystem Index: Österreich im oberen Mittelfeld
Der neue globale DEE-Index macht deutlich, dass digitale Infrastruktur allein keinen unternehmerischen Erfolg mehr garantiert.
Die digitale Transformation ist weltweit vorangeschritten, doch ihr wirtschaftlicher Nutzen bleibt vielerorts hinter den Erwartungen zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der GLOBAL DIGITAL ENTREPRENEURSHIP ECOSYSTEM INDEX (DEE INDEX), der vom VIENNA INSTITUTE FOR GLOBAL STUDIES (VIGS) im Dezember 2025 veröffentlicht wurde. Die Studie analysiert erstmals umfassend, wie gut es 170 Länder schaffen, digitale Grundlagen in unternehmerischen und wirtschaftlichen Erfolg umzusetzen.
Die zentrale Erkenntnis: Digitale Infrastruktur, Konnektivität und digitale Grundkompetenzen sind heute kein Engpass mehr. Vielmehr öffnet sich eine wachsende Lücke zwischen digitaler Bereitschaft und tatsächlicher unternehmerischer Wertschöpfung. Insbesondere Skalierung, Zugang zu Wachstumskapital und institutionelle Koordination erweisen sich global als strukturelle Bremsfaktoren.
UNTERNEHMERISCHE SKALIERUNG ALS ZENTRALES STRUKTURELLES HINDERNIS
Der DEE Index misst für den Zeitraum 2017 bis 2022 das Zusammenspiel von digitaler Infrastruktur, Nutzer:innenkompetenzen, Plattformökonomien, Institutionen und unternehmerischer Aktivität. Während sich die globalen digitalen Fähigkeiten deutlich verbessert haben, wuchs der Bereich Digital Technology Entrepreneurship, also Gründungen, Scale-ups und Kommerzialisierung von Innovationen mit durchschnittlich nur rund 3,5 % pro Jahr am langsamsten. Damit ist unternehmerische Skalierung der zentrale Engpass der globalen digitalen Wirtschaft.
„Wir stehen an einem Wendepunkt der digitalen Ökonomie“, erklärt PROF. DR. ZOLTÁN ÁCS, Direktor des Vienna Institute for Global Studies. „Der Zugang zu digitalen Technologien ist nicht mehr das Hauptproblem. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, Unternehmertum zu ermöglichen, insbesondere durch funktionierende Finanzierung, Talente und institutionelle Rahmenbedingungen, damit digitale Bereitschaft tatsächlich in wirtschaftlichen Wert umgewandelt werden kann.“
INTERNATIONALE SPITZENREITER UND ÖSTERREICHS POSITION
Angeführt wird das globale Ranking von den USA, Dänemark und dem Vereinigten Königreich. Diese Länder zeichnen sich durch ausgewogene Ökosysteme aus, in denen starke Institutionen, tiefe Kapitalmärkte und reife digitale Plattformen ineinandergreifen.
Österreich belegt im globalen Vergleich Rang 21 und liegt damit im oberen Mittelfeld. Besonders gut schneidet Österreich bei digitaler Infrastruktur, Sicherheit, Datenschutz und digitaler Grundbildung ab. Schwächen zeigen sich, ähnlich wie in vielen europäischen Ländern, vor allem bei Wachstumsfinanzierung, Scale-up-Unterstützung und der internationalen Skalierung junger Unternehmen.
Den gesamten Report findet man unter: https://www.vigsinstitute.at/deeindex-global-report/
ÜBER DAS VIENNA INSTITUTE FOR GLOBAL STUDIES (VIGS)
Das Vienna Institute for Global Studies (VIGS) ist eine unabhängige, international ausgerichtete Plattform mit Sitz in Wien. Ziel ist es, Expert:innen, Entscheidungsträger:innen und künftige Führungskräfte zusammenzubringen, um zentrale globale Entwicklungen in den Bereichen Technologie, Geopolitik und gesellschaftliches Wohlbefinden zu analysieren. VIGS setzt auf einen interdisziplinären und ideologiefreien Zugang und entwickelt daraus konkrete Handlungsempfehlungen für eine sich wandelnde Welt. Weitere Informationen unter: www.vigsinstitute.com
Vienna Institute for Global Studies
Naomi Besedes
E-Mail: naomi.besedes@modul.ac.at
Webseite: https://www.vigsinstitute.at
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