FPÖ – Linder warnt vor Schlechterstellung durch neue Überstundenregelung

Zu den geplanten Änderungen bei der steuerlichen Behandlung von Überstunden äußerte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Maximilian Linder deutliche Kritik. „Zwar sei es grundsätzlich richtig, Einkommenssteuern als Lenkungsinstrument einzusetzen und jede Form der Benachteiligung – insbesondere von Frauen – klar abzulehnen. Die Überstundenbesteuerung sollte vor allem jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlasten, die bereit sind, mehr zu leisten, sowie Betriebe unterstützen, die kurzfristige Arbeitsspitzen bewältigen müssen. Gerade dafür sind steuerliche Anreize notwendig. Die geplante Reduktion der steuerfreien Überstundenzuschläge von bisher 200 Euro auf künftig 170 Euro stellt jedoch eine klare Schlechterstellung gegenüber der derzeitigen Situation dar.“

Kritisch sieht Linder zudem die zeitliche Befristung der Regelung. Aufgrund von Kundmachungsfristen und notwendiger Umstellungen der Lohnverrechnungsprogramme werde es Monate dauern, bis die neue Regelung tatsächlich greife. Dienstgeber müssten in der Zwischenzeit nach dem alten System abrechnen und später mehrere Monate rückwirkend neu berechnen. Dies bedeute eine erhebliche zusätzliche administrative Belastung.

Besonders problematisch sei zudem, dass die Regelung nur bis Ende 2026 gelten solle. Mit Anfang 2027 wären erneute Umstellungen in Buchhaltung und Lohnverrechnung notwendig, verbunden mit weiterem bürokratischem Aufwand und erneuten Nachteilen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Aus der Sicht des Abgeordneten handelt es sich dabei um eine unnötige Aufblähung der Bürokratie, die sowohl Beschäftigte als auch Betriebe belastet. „Statt einer echten Entlastung und klarer, langfristiger Regelungen wird nun ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand geschaffen“, betonte Linder.

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