ÖVP – Olischar: Nächster problematischer Vorgang rund um das Weingut Cobenzl – Volle Aufklärung dringend notwendig

Weingut Cobenzl, Wiener Gusto und Weitsicht – MA 49 unter Druck – Transparenz und Aufklärung gefordert

„Die bekannt gewordenen Vorgänge rund um das städtische Weingut Cobenzl werfen schwerwiegende Fragen auf und sind ein erheblicher Schaden für die Glaubwürdigkeit“, erklärt die Umweltsprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin Elisabeth Olischar angesichts der jüngsten Enthüllungen in der Tageszeitung „Kurier“.

Demnach wurde trotz offiziell verkündeter Bio-Zertifizierung im Jahr 2024 rund die Hälfte der Rebflächen am Bisamberg konventionell – also unter Einsatz chemischer Hilfsmittel – bewirtschaftet. Gleichzeitig wurde weiterhin mit dem EU-Bio-Logo geworben. „Das ist mehr als erklärungsbedürftig. Dieser Vorfall ist nicht nur gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten problematisch, sondern auch ein Schlag ins Gesicht aller Landwirtinnen und Landwirte, die nach strengen Bio-Vorgaben produzieren. Ständig predigt die Stadt, wie wichtig die biologische Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen in Wien ist – und setzt für private Landwirtinnen und Landwirte strenge Ziele. Selber hält sie sich nicht daran“, so Olischar und weiter: „Wenn ein städtischer Betrieb sein Bio-Versprechen nicht einhält, dann darf das nicht unter den Teppich gekehrt werden.“

Viele Anfragen der Wiener Volkspartei zu den Tätigkeiten rund um das Weingut Cobenzl blieben in der Vergangenheit unbeantwortet. „Daher haben wir im Jahr 2025 ein Prüfersuchen an den Wiener Stadtrechnungshof gestellt, um die Vorgänge rund um das Weingut Cobenzl aufzuklären. Nicht zuletzt der jetzige Bio-Skandal zeigt, dass Transparenz und Aufklärung dringend notwendig ist“, so Olischar weiter.

Der aktuelle Fall reiht sich in eine Serie von Vorgängen ein, bei denen es im Bereich der MA 49 wiederholt an Transparenz und nachvollziehbarer Kommunikation mangelt. Auch Wiener Gusto ist weiterhin ein städtisches Projekt gespickt mit Intransparenz. „Überteuerte Werbekampagnen, die auch vom Rechnungshof gerügt werden sowie eine undurchsichtige Firmenpolitik. Überall wird versucht seitens der SPÖ-Neos-Stadtregierung zuzudecken“, so die Umweltsprecherin.

Olischar fordert nun seitens der SPÖ-Neos-Stadtregierung eine vollständige und nachvollziehbare Aufklärung der Vorgänge: „Die Wienerinnen und Wiener haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es zu dieser Situation kommen konnte, wer davon wusste und welche Konsequenzen daraus gezogen werden.“

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