ORF-Korrespondentenmagazin „WeltWeit“ zum Thema „Selbstoptimierung. Wohin führt der Wunsch nach Perfektion?“
Am 23. Jänner um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Inzwischen ist das neue Jahr schon wieder ein paar Wochen alt. Wie viel ist geblieben von den guten Vorsätzen für 2026? Gesünder essen, regelmäßig Sport betreiben, „Dry January“ oder vielleicht ganz auf Alkohol verzichten? Viele Menschen beginnen im Jänner hochmotiviert ihr Leben in neue Bahnen zu lenken, doch nur wenigen gelingt es, auch wirklich dranzubleiben. Dennoch, Selbstoptimierung liegt im Trend – ob körperlich, mental oder beruflich – immer mehr Menschen wollen das Beste aus sich herausholen. Doch wohin führt der Wunsch nach Perfektion? „WeltWeit“-Reporter haben sich umgeschaut, das Ergebnis ist am Freitag, dem 23. Jänner, um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON zu sehen.
In Amsterdam begleitet Isabella Purkart den „Biohacker“ Jorn Kirkels, der seinen Alltag kompromisslos auf maximale Leistungsfähigkeit ausrichtet. Nach dem Aufstehen ist alles durchgetaktet: ein mehrstufiges Körperprogramm mit Infrarotlicht, eiskalter Dusche, „Kettlebell-Swings“, Atem- und Dehnungsübungen. Nichts bleibt dem Zufall überlassen und so gut wie alles wird getrackt: Schlaf, Bewegung, Ernährung. Und in den Niederlanden setzt sich noch ein weiterer Optimierungs-Boom durch: „Microdosing“, wovon sich Befürworter mehr Konzentration und Kreativität versprechen.
In Südkorea wird Schönheit nicht als Geschenk der Natur, sondern als das Ergebnis harter Arbeit und ständiger Optimierung gesehen. Diana Weidlinger recherchiert in der Hauptstadt Seoul in Sachen „K-Beauty“. Hinter dem Phänomen steckt eine milliardenschwere Kosmetikindustrie, deren Produkte mittlerweile weltweit Trends setzen. Die Schönheitsphilosophie basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen wie Schneckenschleim, Grüntee und Ginseng. Kritikerinnen fürchten aber, dass K-Beauty über die Social-Media-Stars großen Druck auf Frauen im Alltag ausübt.
„Longevity“ ist ein weiteres Schlagwort der Selbstoptimierungsszene. Lena Hager trifft in Frankfurt am Main einen überzeugten Anhänger: Vimal Kamaraj wird sich nach seinem Tod einfrieren lassen. Der 26-Jährige hofft, dass die Medizin eines Tages so weit ist, dass er wiederbelebt, ewig leben kann. Seinen Alltag hat er bereits im Sinne der Langlebigkeit optimiert. Doch der Selbstoptimierungstrend hat auch Schattenseiten: „Ich war irgendwann so weit, dass ich es als unproduktiv angesehen habe, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen“, sagt die 25-jährige Influencerin Julia Barabasch. Sie warnt vor einem extremen Streben nach dem „perfekten Ich“, wie es oft in den sozialen Medien gehypt wird.
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