Poljak/Pany (SPÖ): Wien baut Brücken statt Mauern: mit hochwertiger pädagogischer Arbeit

Nach der heutigen Sitzung des Wiener Landtags steht für den SPÖ-Landtagsabgeordneten und Jugendsprecher Nikola Poljak fest: Wien bleibt auf Kurs, weil die Stadt dort ansetzt, wo Lebensqualität entsteht, im Alltag von Kindern und Familien. „Wer über Bildung redet, soll nicht zuerst an Tabellen denken, sondern an ein Kind, das die Jacke aufhängt, kurz zögert und dann ein echtes Willkommen hört. In diesem Moment entscheidet sich, ob Politik wie ein kaltes Lineal misst oder wie eine warme Hand Halt gibt. Wien entscheidet sich für Halt, jeden Tag, in jedem Bezirk“, sagt Poljak.

Der SPÖ-Jugendsprecher betont, dass frühe Förderung in Wien nicht als Auslese gedacht ist, sondern als Rückenwind. „Sprache ist kein Schalter, den man mit Druck umlegt. Sie wächst wie ein Garten: durch Vertrauen, durch Beziehung, durch gemeinsames Tun. Genau deshalb sind Kindergärten in Wien Orte, an denen Kinder sprechen lernen, weil sie sprechen dürfen, im Morgenkreis, beim Spielen, beim Essen, beim Vorlesen, mitten im Leben und nicht unter Testbedingungen“, so Poljak.

Kritisch äußert er sich zur Rolle des Bundes: „Der ÖVP-Bildungsminister hat eine Aufstockung angekündigt, an Wiens Schulen ist davon nichts angekommen. Wien wartet trotzdem nicht, wir drehen an jeder Schraube, die wir in der Hand haben, weil Chancengerechtigkeit keine Geduldsprobe für Kinder und Eltern sein darf.“ Zugleich weist Poljak die ÖVP-Forderungen nach pauschalen Tests und frühen Sonderwegen zurück. „Dreijährige zu sortieren, baut Mauern in Köpfen, bevor überhaupt ein Schulheft aufgeschlagen wird. Wien baut Brücken: mit hochwertiger pädagogischer Arbeit, mit Respekt vor den Teams und mit fairen Bedingungen“, sagt Poljak und ergänzt: „Wer Sprachvorgaben wie eine Keule schwingt, trifft oft jene, die täglich tragen, trösten, begleiten. Diese Arbeit ist viel wert, und sie verdient Anerkennung statt Abwertung.“

MEHRSPRACHIGKEIT IST EINE RESSOURCE

Wien bleibt dran, damit jedes Kind Deutsch so lernt, dass Bildung wirklich gelingt: als Schlüssel zu Unterricht, Ausbildung, Arbeit und Teilhabe. „Sprachförderung ist kein Extra, sie muss den ganzen Schulalltag tragen“, betont Astrid Pany, SPÖ-Landtagsabgeordnete und Bildungssprecherin. „Kinder brauchen die Bildungssprache Deutsch, um Chancen zu bekommen und sie auch nutzen zu können.“

Für Pany ist klar, worauf es ankommt: „Gute Sprachförderung heißt Haltung und Professionalität.“ Sie sei Aufgabe aller Pädagog*innen, nicht nur einzelner Kräfte. „Deutsch wächst an Inhalten“, sagt Pany, „in Mathematik, Musik, Sport und Sachunterricht.“ Entscheidend sei, dass Kinder aktiv sprechen, erklären und ausprobieren können: „Zuhören allein reicht nicht, Sprache entsteht durchs Tun. Dazu braucht es gezielte Förderung, gute Diagnostik und enge Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrpersonen und Sprachförderkräften und Eltern. Wer ernsthaft fördern will, investiert in Kompetenz statt in Schlagworte“, so die SPÖ-Bildungssprecherin.

Klare Absage erteilt Pany segregierenden Ideen: „Ausgrenzung lernt keine Sprache. Wer Kinder vom gemeinsamen Unterricht fernhält oder gemischtsprachige Klassen verbieten will, baut Hürden statt Brücken.“ Auch bei symbolischen Forderungen wie Pausensprache Deutsch gilt für Pany: „Das ist kontraproduktiv. Das Ziel bleibt Deutsch, aber der Weg darf mehrsprachig sein, denn Mehrsprachigkeit ist eine Ressource.“

Wien setze deshalb auf wirksame Schritte: „mehr Verbindlichkeit im Kindergarten, mehr Stunden bei Förderbedarf, mehr Sommerangebote, mehr Ressourcen dort, wo es nötig ist, und mehr Autonomie statt Segregation. Ehrliche Politik heißt fördern, nicht spalten“, so die SPÖ-Landtagsabgeordnete abschließend.

Landtags- und Gemeinderatsklub der SPÖ
Gwendolin Melchart, MA
Medien & Öffentlichkeitsarbeit
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