Österreich Premiere im Herz-OP der Klinik Floridsdorf – erstmals Operation mit da Vinci-OP-Roboter

Kurz vor Weihnachten gab es in der Klinik Floridsdorf erneut eine medizinische Besonderheit. Erstmals in Österreich wurde ein da Vinci-OP-Roboter der neuen Generation bei einer herzchirurgischen Operation eingesetzt. Ein Akutpatient aus Wien wurde im Rahmen einer roboterassistierten Bypassoperation von Herzchirurg Bernhard Winkler, (Programmleiter) an der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie der Klinik Floridsdorf (Leitung: Prim. Martin Grabenwöger) und seinem Team erfolgreich versorgt: Eine Meisterleistung der Zusammenarbeit sämtlicher Berufsgruppen.

Darauf hatte sich Herzchirurg Bernhard Winkler rund ein Jahr lang vorbereitet, Ausbildungen in New York, Belgien und England absolviert und gemeinsam mit seinem Team intensive Vorbereitungs­arbeit geleistet. „Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung der Herzchirurgie in Österreich und kommt vor allem unseren Patient*innen zugute. Damit positioniert sich die Klinik Floridsdorf einmal mehr als eines der führenden Robotik-Zentren in Österreich und die Abteilung für Herzchirurgie als eine der innovativsten Einrichtungen Europas.“

PATIENT KONNTE WENIGE TAGE NACH DEM EINGRIFF NACH HAUSE GEHEN

Bei dem Eingriff wurde ein 67 Jahre alter Patient, der seit seiner Kindheit an Diabetes Typ I leidet mittels einer Herz-Bypass-Operation versorgt. Durch die jahrelange Zucker­krankheit hatte der Patient eine hochgradige Hauptstamm-Stenose. Das ist eine Verengung (Stenose) des Hauptstammes der linken Herzkranzarterie (Koronararterie). Die Folge: Es fließt nicht genug Blut durch die Arterie, auf Dauer ist die ausreichende Versorgung des Herzens mit Blut und Sauerstoff nicht gegeben. In diesem Fall müssen Bypässe, also Umleitungen an der Engstelle vorbei gelegt werden, sodass die Versorgung des Herzens wieder sichergestellt ist.

Üblicherweise werden Bypass-Operationen bei geöffnetem Brustkorb durchgeführt. Das führt zu längeren Spitalsaufenthalten, Schmerzen und geringerer Mobilität sowie erhöhten Raten von Wundinfekten bei Hochrisikopatient*innen. Hier kommt der OP-Roboter ins Spiel: Über kleine Öffnungen in der Haut werden die Instrumente in den Körper eingebracht. Die Chirurg*innen stehen dabei nicht mehr am OP-Tisch, sondern bedienen – mit Blick auf den Bildschirm – eine Konsole. Der Vorteil: Die OP-Roboter haben einen größeren Bewegungsradius als die menschliche Hand und kommen daher an sonst schwer zu erreichende Stellen. Dadurch sind präzise und gewebeschonende Eingriffe möglich.

„So konnte unser Patient rasch mobilisiert werden und die Klinik bereits wenige Tage nach dem Eingriff in sehr gutem Allgemeinzustand verlassen. Nicht einmal Schmerzmedikamente benötigte er nach der Operation“, erklärt Bernhard Winkler.

KÜNFTIG ROUTINEMÄSSIGER EINSATZ DER OP-ROBOTER

Die robotergestützte Herzchirurgie ermöglicht durch ihr minimalinvasives Vorgehen eine raschere Wiedereingliederung in den Alltag, geringere postoperative Belastung sowie eine schnellere Rückkehr zu jeder körperlichen Tätigkeit. International erlebt diese Technologie – insbesondere in den USA und Asien – seit Jahren einen starken Aufschwung und gilt als zukunftsweisend für die Herzchirurgie. In der Klinik Floridsdorf wird das schonende Verfahren künftig regelmäßig bei Bypassoperationen zum Einsatz kommen.

OP-ROBOTIK IN DER KLINIK FLORIDSDORF

In der Klinik Floridsdorf ist der da Vinci-OP-Roboter seit 2024 im Einsatz: Neben der Allgemeinchirurgie, der Gynäkologie und der Thoraxchirurgie nun auch in der Herzchirurgie. „Mein besonderer Dank gilt dem Wiener Gesundheitsverbund für die Möglichkeit, dieses innovative Programm umzusetzen, sowie meinen internationalen Mentoren Prof. Johannes Bonatti (Pittsburgh), Prof. Nirav Patel (New York) und Prof. Wouter Oosterlinck (Leuven) sowie Prof. Peter Razek, Prof. Martin Grabenwöger und der Kollegialen Führung aus der Klinik Floridsdorf und dem gesamten interdisziplinären Team“, so Winkler abschließend.

Pressesprecherin Wiener Gesundheitsverbund
Birgit Wachet
Telefon: 06641507255
E-Mail: birgit.wachet@gesundheitsverbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.