ÖBVP unterstützt Forderung nach spätem Einstieg in Social Media
Gemeinsamer Schulterschluss mit der Fachgesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (ÖGKJP) für digitalen Kinder- und Jugendschutz
Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) unterstützt die aktuelle Forderung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (ÖGKJP) zum Umgang mit Social Media bei Kindern und Jugendlichen und teilt die zentrale fachliche Einschätzung: JE SPÄTER DER EINSTIEG IN SOZIALE MEDIEN, DESTO BESSER FÜR DIE PSYCHISCHE ENTWICKLUNG.
Die vorliegenden wissenschaftlichen Befunde zeigen, wie von der ÖGKJP dargelegt, dass insbesondere die intensive Nutzung sozialer Medien mit negativen Auswirkungen auf Stimmung, Schlaf, Konzentration, Schulleistung und Risikoverhalten einhergehen kann. Aus psychotherapeutischer Perspektive wird zudem deutlich, dass digitale Räume tief in Prozesse der Identitätsentwicklung, Emotionsregulation und Beziehungsfähigkeit eingreifen.
„KINDER BRAUCHEN ZEIT, UM EIN STABILES SELBST, EMOTIONALE SELBSTREGULATION UND SOZIALE KOMPETENZEN IM REALEN RAUM ZU ENTWICKELN“, betont Barbara Haid, Präsidentin des ÖBVP. „Ein zu früher, unbegleiteter Zugang zu Social Media greift in diese Entwicklungsprozesse erheblich ein.“
Der ÖBVP unterstützt daher den von der ÖGKJP befürworteten Ansatz eines SOCIAL-MEDIA-VERBOTS FÜR KINDER UNTER 14 JAHREN, beschränkt auf entsprechende Plattformen, ausdrücklich. Gleichzeitig wird betont, dass Verbote allein nicht ausreichen.
Zentral ist aus psychotherapeutischer Sicht ein SCHRITTWEISES HERANFÜHREN AN DIGITALE MEDIEN, orientiert am Entwicklungsstand junger Menschen. Dabei geht es um den Aufbau DIGITALER UND SOZIALER MEDIEN-GRUNDKOMPETENZEN: den bewussten Umgang mit Selbstdarstellung und Vergleich, das Erkennen von Risiken, das Setzen von Grenzen sowie die Fähigkeit, digitale Erfahrungen emotional einzuordnen.
„DIGITALE MÜNDIGKEIT IST KEIN TECHNISCHES KÖNNEN, SONDERN EIN ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHER PROZESS“, so Haid. „Dieser Prozess braucht Begleitung – durch Eltern, Schule und psychosoziale Fachdisziplinen. Denn digitale Welten und soziale Medien gehören heute selbstverständlich zu unserem Alltag.“
Der ÖBVP schließt sich daher auch der Forderung der ÖGKJP nach einem AUSBAU QUALITÄTSGESICHERTER PSYCHOSOZIALER VERSORGUNG an. Prävention, Elternberatung und psychotherapeutische Angebote sind wesentliche Bausteine eines wirksamen digitalen Kinder- und Jugendschutzes.
Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie sieht sich gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie als zentrale fachliche Partnerin für Politik und Gesellschaft, um einen verantwortungsvollen, entwicklungsförderlichen und zeitgerechten Umgang mit digitalen Medien zu gestalten.
Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Fabienne Patek, MSc
Telefon: +43 676 306 59 41
E-Mail: oebvp.patek@psychotherapie.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.