FPÖ – Ragger: „Sinkende Höchsteinstufungen beim Pflegegeld sind ein Alarmsignal!“

Kosten steigen auf 3,63 Milliarden Euro bei gleichzeitiger Verschlechterung der Versorgung

„Die Pflegegeldzahlen von Statistik Austria zeigen klar: Österreich wird immer älter, der Pflegebedarf steigt, aber das System reagiert mit immer restriktiveren Einstufungen, trotz Kosten von 3,63 Milliarden Euro“, kritisierte der freiheitliche Pflegesprecher NAbg. Mag. Christian Ragger. Im Jahr 2025 bezogen durchschnittlich 501.237 Menschen Pflegegeld, das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr und 8,1 Prozent mehr als 2019. „Der demographische Wandel ist Realität, darauf muss das Pflegesystem vorbereitet sein und nicht versuchen, den Bedarf kleinzurechnen.“

Besonders alarmierend sei dabei der Rückgang in der höchsten Pflegestufe: „Die Zahl der Bezieher in Pflegestufe 7 ist von 8.586 auf 8.332 Personen gesunken. Das passiert nicht, weil es weniger Schwerstpflegebedürftige gibt, sondern weil restriktiver eingestuft wird“, so Ragger. Diese Entwicklung decke sich mit zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung: „Viele Betroffene berichten uns, dass ihr tatsächlicher Pflegebedarf bei der Einstufung nicht mehr anerkannt wird. Viele gehen auch den Rechtsweg, um sich ihre Pflegestufe zu sichern. Dabei fällt auf, dass die Hälfte tatsächlich falsch eingestuft wird“, erklärte Ragger.

Gleichzeitig konzentriere sich die größte Gruppe der Bezieher in der niedrigsten Stufe: „146.260 Menschen befinden sich in Pflegestufe 1, obwohl Pflegebedarf und Pflegeintensität insgesamt zunehmen. Das wirft ernsthafte Fragen zur Treffsicherheit des Systems auf.“ Auch finanziell sei die Situation untragbar, so der Abgeordnete: „604 Euro durchschnittliches Pflegegeld reichen bei weitem nicht aus, um die realen Mehrkosten zu decken, und schon gar nicht bei den explodierenden Energie- und Lebenshaltungskosten. 2026 wurde das Pflegegeld in Stufe 3 um 15,60 Euro angehoben, das liegt deutlich unter der rollierenden Inflation von 3,43 Prozent. Eine ohnehin benachteiligte Gruppe wird somit immer ärmer.“

„Während die Menschen jeden Euro zweimal umdrehen müssen, werden zeitgleich Milliarden Euro für Migration, EU-Zahlungen, den Green Deal und eine verfehlte Außenpolitik ausgegeben. Bei der Pflege der eigenen Bevölkerung darf aber nicht gespart werden“, stellte Ragger klar. „Unsere Österreicher müssen versorgt sein und das hat Vorrang. Wir fordern eine bedarfsgerechte, faire und nachvollziehbare Pflegegeldeinstufung. Wer Pflege braucht, muss sie auch bekommen. Alles andere ist sozial ungerecht und unwürdig.“

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