Disoski/Grüne: „Frauen in Österreich wollen keine Ausreden mehr hören – sie verdienen Lohngerechtigkeit“
Lohntransparenz, Kinderbetreuung, Sorgearbeit: Regierung lässt Frauen warten
„Frauen in Österreich wollen keine Ausreden mehr hören – sie wollen Lohngerechtigkeit. Sie verdienen Lohngerechtigkeit“, sagt Meri Disoski, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des bevorstehenden Equal Pay Days am 11. Februar. Der Tag macht sichtbar, dass Frauen statistisch gesehen bis zum 11. Februar unbezahlt arbeiten, während Männer seit Jahresbeginn Lohn erhalten. Der Gender Pay Gap beträgt aktuell 11,6 Prozent.
„Ein Jahr nach Amtsantritt der neuen Bundesregierung: Ankündigungen gibt es viele, umgesetzt wurde fast nichts. Die Gehaltstransparenz bleibt aus, der Ausbau der Kinderbetreuung stockt, die faire Aufteilung von Sorgearbeit fehlt. Die Regierung redet über Gleichstellung, liefert aber nicht. Das ist ein Affront gegenüber allen Frauen in Österreich“, sagt Disoski.
Besonders deutlich wird diese politische Untätigkeit der Bundesregierung in sogenannten „Frauenberufen“. Pflege, Sozialarbeit oder Bildung sind nach wie vor massiv unterbezahlt, obwohl sie für das Funktionieren der Gesellschaft unverzichtbar sind. Disoski fordert daher endlich höhere Löhne in diesen Berufen, um die systematische Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt zu beenden.
„Gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden – vom ersten Tag im Job bis zur Pension. Wer das ignoriert, verzögert Gleichberechtigung um Jahrzehnte“, sagt Disoski. Der Equal Pay Day zeigt, dass Lohngerechtigkeit nicht warten darf: Transparenz, faire Löhne in Frauenberufen und gerechte Rahmenbedingungen für Sorgearbeit sind kein Bonus, sondern Pflicht der Politik.
Disoski appelliert an die Bundesregierung: „Frauen in Österreich haben genug Ankündigungen gehört. Jetzt braucht es konkrete Maßnahmen für Lohngerechtigkeit, faire Bezahlung und echte Chancengleichheit im Beruf und in der Familie.“
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