Lokalaugenschein zu Sicherheitsmaßnahmen rund um den Opernball

Knapp 400 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz – Karner: „Sicherheit bei Großveranstaltungen ist kein Zufallsprodukt“

Der Opernball findet am 12. Februar 2026 zum 68. Mal in der Wiener Staatsoper statt und zählt zu den bedeutendsten kulturellen Veranstaltungen Österreichs. Mit mehr als 5.000 Gästen ist er seit Jahrzehnten gesellschaftlicher Höhepunkt und internationales Aushängeschild zugleich.

Ein Ereignis dieser Größenordnung stellt die Polizei jedes Jahr vor besondere Herausforderungen und erfordert sorgfältige Einsatzplanung und Einsatzkoordination. Die Vorbereitungen für den diesjährigen Opernball begannen dementsprechend langfristig unmittelbar nach dem Ball im Vorjahr.

Im Zuge der Einsatzvorbereitungen besuchten Innenminister Gerhard Karner, Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan und Stadthauptmann Klaus Schachner die Einsatzkräfte in der Wiener Staatsoper und machten sich ein Bild von den umfangreichen Maßnahmen vor Ort.

Innenminister Gerhard Karner betonte im Rahmen des Lokalaugenscheins: „Veranstaltungen wie der Opernball, die im internationalen Rampenlicht stehen, stellen auch die Polizei vor große Herausforderungen. Denn die Sicherheit bei Großveranstaltungen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis akribischer Vorbereitungen und konsequenter Einsatzführung. Gerade die Bundeshauptstadt und die Wiener Polizei mit Unterstützung aus den Bundesländern haben bei der Durchführung derartiger Veranstaltungen hohe Expertise und Erfahrung.“

„Die Staatsoper wird bereits Tage vor dem Ball intensiv überwacht. Von der Durchsuchung mit Diensthunden bis zur Kontrolle aller eingebrachten Gegenstände greifen die Maßnahmen nahtlos ineinander. Unser Ziel ist es, den Opernball für alle Beteiligten sicher und reibungslos zu gestalten – für die Gäste vor Ort ebenso wie für das Publikum vor den Bildschirmen“, sagte Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan.

„Ein Großereignis wie der Opernball verlangt ein sensibles Zusammenspiel von Sicherheit, Mobilität und öffentlichem Leben – genau darauf sind unsere Maßnahmen ausgerichtet. Die notwendigen Sperrmaßnahmen werden so geplant, dass sie die Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig die Auswirkungen auf den Individual- und öffentlichen Verkehr möglichst gering halten und auch die angekündigten Demonstrationen werden selbstverständlich berücksichtigt“, ergänzte Stadthauptmann Klaus Schachner.

POLIZEILICHE AUFGABEN HABEN SICH VERÄNDERT

Das polizeiliche Aufgabenfeld rund um den Opernball hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Während in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren große und teils gewalttätige Demonstrationen im Vordergrund standen, sind heute andere sicherheitsrelevante Aspekte von Bedeutung. Trotz der seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 europaweit erhöhten Gefährdungslage besteht für Österreich derzeit keine konkrete Bedrohung.

Am diesjährigen Opernball werden knapp 400 Polizistinnen und Polizisten verschiedener Einheiten, unter anderem der Landesverkehrsabteilung, Polizeidiensthundeeinheit, Bereitschafts- und Einsatzeinheit, des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung, Spezialisten der Direktion für Spezialeinheiten wie Beamtinnen und Beamte des EKO Cobra und sprengstoffkundige Organe für die Sicherheit sorgen – sowohl in Uniform als auch in Zivil.

Bundesministerium für Inneres
Harald Sörös, BA MA
Telefon: +43 1 53126 901133
E-Mail: harald.soeroes@bmi.gv.at
Website: https://www.bmi.gv.at

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