80 Jahre SLÖ: Schule braucht Zukunft, nicht eine Flut an Reförmchen.
Sozialdemokratische Lehrende Österreichs (SLÖ) setzen zum Jubiläum klare Akzente für eine starke Bildung von morgen.
Anlässlich des 80-jährigen Bestehens fordern die Sozialdemokratischen Lehrenden Österreichs (SLÖ) eine grundlegende Neuausrichtung der Bildungspolitik. Der bildungspolitische Verein hat sich seit seiner Gründung großen Reformen verschrieben, um nachhaltige Verbesserungen für Österreichs Schulen zu erreichen – und sieht auch heute dringenden Handlungsbedarf.
„Die aktuelle Debatte um Lateinstunden, Kopftuchverbot, Sommerschule und viele halbherzige Maßnahmen in der Bildungspolitik haben unser Bildungssystem nicht weitergebracht“, erklärt Thomas Bulant, Bundesvorsitzender des SLÖ. „Es gilt, drei zentrale Hebel zu betätigen, um Schulen zukunftsfit zu machen.“
Erstens brauche es im Eilzugtempo eine praxisorientierte Lehrer:innenberufsausbildung, die auf das Wie des gelingenden Lehrens und Erziehens fokussiert ist. Zweitens seien die Kompetenzfragen rund um alle an Schulen pädagogisch Tätigen endlich zu klären. Unterschiedliche Dienstgeber an ein und derselben Schule würden derzeit die Autonomie behindern und Schüler:innen den notwendigen Support vorenthalten.
Als dritte zentrale Maßnahme fordert der SLÖ strukturelle Reformen im Unterrichtsangebot: Ein Splitting des Mathematikunterrichts in Top-Mathematik und Alltagsmathematik sowie das Bündeln sogenannter Nebenfächer sollen erstmals jene Freiräume in den Stundentafeln schaffen, die Schulen benötigen, um flexibel auf die Bedürfnisse ihrer Standorte reagieren zu können.
Zum 80. Geburtstag des SLÖ am 14. Februar formuliert Bulant einen klaren bildungspolitische Anspruch: „Reformen sollen die Pädagogik unterstützen, nicht fluten und dadurch unter dauernden Anpassungsdruck setzen.“
SLÖ-Bundesvorsitzender
MMag. Dr. Thomas Bulant
Telefon: +4369919413999
E-Mail: thomas.bulant@apsfsg.at
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