Der Schlammpeitzger: Kleiner Fisch mit großer Bedeutung für die Auen
24. Februar: Diskussionsforum „Erlebte Natur“ im Museum NÖ mit den Experten Gerhard Käfel, Thomas Zuna-Kratky und Josef Wanzenböck
Der Schlammpeitzger (_Misgurnus fossilis_) ist ein im Verborgenen lebender Kleinfisch und eine Charakterart ursprünglicher Augewässer. Dank seiner Fähigkeit, bei Sauerstoffmangel Luft durch den Darm zu atmen und Trockenzeiten eingegraben im Schlamm zu überdauern, nimmt er unter den heimischen Fischen eine besondere Stellung ein und wurde zum Fisch des Jahres 2026 gewählt. Dennoch gilt die Art, die auch die liebevollen Beinamen „Furzgrundel“ und „Gewitterfurzer“ trägt, laut Roter Liste der Fische Österreichs (2007) als „vom Aussterben bedroht“.
Auch in den March-Thaya-Auen sind die Bestände durch Lebensraumverlust stark rückläufig. Um dem entgegenzuwirken, hat der Verein AURING im Jahr 2025 im Rahmen eines Biodiversitätsprojekts verlandete Grabensysteme in den Marchwiesen bei Hohenau behutsam renaturiert. Erste Erfolge konnten bereits dokumentiert werden. Das „Haus für Natur“ im Museum Niederösterreich widmet dieser bedrohten Art besondere Aufmerksamkeit. Seit Kurzem ist der Schlammpeitzger auch wieder im Museum ansässig.
Im „Haus für Natur“ im Museum Niederösterreich spricht am Dienstag, 24. Februar, um 18.30 Uhr unter anderem Moderator Manfred Rosenberger mit den Experten Gerhard Käfel und Thomas Zuna-Kratky (Verein AURING) sowie Josef Wanzenböck (Universität Innsbruck) über die Bedeutung des Schlammpeitzgers, seine außergewöhnlichen Fähigkeiten und die Zukunft dieser bedrohten Art. Zur Einstimmung erzählt Gerhard Käfel ab 17 Uhr eine märchenhafte Naturgeschichte über Hochwasser, die Regulierung von March und Thaya sowie die typischen Tiere der Auwälder – allen voran den genialen, bis zu 30 Zentimeter großen Schlammpeitzger. Die spielerische Erzählung richtet sich sowohl an Erwachsene als auch an junge Besucherinnen und Besucher. Das Diskussionsforum „Erlebte Natur“ entspricht den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings. Empfohlen wird die klimafreundliche und bequeme Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Inklusive Museumseintritt ab 17 Uhr kostet der Eintritt fünf Euro. Online-Tickets gibt es unter www.museumnoe.at/erlebtenatur. 50 Prozent Ermäßigung erhalten Raiffeisen-Kontoinhaber, gratis ist der Eintritt mit der Museum Niederösterreich Jahreskarte.
Nähere Informationen bei Amadea Horvath, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation Museum Niederösterreich, Mobiltelefon +43 664 604 99-943, E-Mail amadea.horvath@museumnoe.at, www.museumnoe.at
Amt der NÖ Landesregierung, Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Ing. Johannes Seiter
Telefon: 02742/9005-12174
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