Ohne Nachwuchs kein Warenfluss – die Versorgungskette beginnt mit dem Lehrvertrag
Die Wirtschaftskammern stärken die Ausbildung im Großhandel mit digitalen Lernangeboten für Betriebe und Lehrlinge
Wenn Waren nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden, gerät die Wirtschaft ins Stocken. Was nach einem logistischen Problem klingt, beginnt allerdings bereits viel früher. Nämlich beim Fachkräftenachwuchs. Der Großhandel nimmt diese Herausforderung besonders ernst und investiert verstärkt in moderne Ausbildung, um Nachwuchs gezielt zu fördern. Denn hinter jedem vollen Regal, jeder termingerecht gelieferten Maschine und jedem reibungslosen Ablauf steht eine Branche, die mehr denn je auf gut ausgebildete Großhandelskaufleute angewiesen ist.
FACHKRÄFTEMANGEL GEFÄHRDET VERSORGUNGSSICHERHEIT
Der Großhandel ist ein essenzielles, aber häufig übersehenes Zahnrad der österreichischen Wirtschaft. Er verbindet Industrie, Handel und Endkund:innen – regional wie international. Ein Blick auf Lehrstellenportale zeigt, dass viele Unternehmen im Großhandel derzeit aktiv um Auszubildende für den Lehrberuf Großhandelskaufmann bzw. Großhandelskauffrau werben, was den bestehenden Bedarf an Nachwuchskräften unterstreicht.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an den Beruf. Digitale Kompetenzen, komplexe Beschaffungsprozesse, internationale Lieferbedingungen, rechtliche Grundlagen, Kundenkommunikation und Nachhaltigkeit – all das gehört heute zum Berufsbild.
DIE LEHRE IST UNSER FUNDAMENT
„Wir brauchen junge Menschen, die nicht nur ein Waren Know-How haben, sondern auch verstehen, wie Warenflüsse funktionieren. Ohne gut ausgebildete Großhandelskaufleute steht bei uns alles still. Die Lehre ist unser Fundament“, erklärt Christof Kastner, Geschäftsführender Gesellschafter der KASTNER Gruppe.
Da der Großhandel meist im Hintergrund arbeitet und wenig sichtbar ist, ist auch das Berufsbild in der öffentlichen Wahrnehmung weniger präsent, als es seiner Bedeutung entspricht. Vielen Jugendlichen ist nicht klar, welche Vielfalt und Verantwortung der Beruf des Großhandelskaufmanns bzw. der Großhandelskauffrau mit sich bringt. Dabei ist der Großhandel der Knotenpunkt zwischen Märkten, Menschen und Materialien und damit ein systemrelevanter Sektor.
„Im Lebensmittelgroßhandel geht es nicht nur um Produkte, sondern um Versorgungssicherheit und Verlässlichkeit für unsere Kunden. Gut ausgebildete Lehrlinge sind der Grundstein dafür, dass wir langfristig Qualitätsstandards halten und flexibel auf Herausforderungen reagieren können. Dieser Beruf bietet vielfältige Aufgaben und echte Perspektiven“, unterstreicht Kastner als Vertreter eines traditionsreichen Ausbildungsbetriebs.
AUSBILDUNG ALS STANDORTFRAGE
Die Wirtschaftskammern Österreichs setzen deshalb auf gezielte Unterstützung für Ausbildungsbetriebe. Eine dieser Initiativen ist die digitale Aus- und Weiterbildungsplattform wîse up, die praxisnahe Lerninhalte für Lehrberufe bietet. Mit dem neuen Berufskanal Großhandelskaufmann/Großhandelskauffrau reagiert sie direkt auf die Herausforderungen der Branche.
Von Beschaffung über Lagerkennzahlen und Verkaufsgespräche bis hin zu Marketing, Kommunikation und Rechnungswesen – Lehrlinge lernen hier genau das, was die Branche heute braucht. Aktuell, verständlich und digital aufbereitet.
EIN AUFTRAG AN UNS ALLE
Wer heute nicht ausbildet, wird morgen nicht liefern können.
Der Fachkräftenachwuchs im Großhandel ist keine reine Branchensache, sondern eine Frage der Versorgungssicherheit. Oder anders gesagt: Die Versorgungskette beginnt mit dem Lehrvertrag.
Mit dem neuen Berufskanal Großhandelskaufmann/Großhandelskauffrau bietet _wîse up_ ab sofort auch für diesen zentralen Wirtschaftsbereich ein modernes digitales Lernangebot.
Weitere Informationen unter: https://wise-up.at/lehre/grosshandelskaufmannfrau/
ÜBER WÎSE UP
Wirtschaftskammer Österreich
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Telefon: T 0590 900 – 4462
E-Mail: dmc_pr@wko.at
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