Wiener Hochstrahlbrunnen wird ab Ende 2027 saniert

Historisches Denkmal und Wahrzeichen der Stadt Wien wird langfristig gesichert

Der Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz ist ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt Wien. Der Brunnen wurde im Jahr 1873 mit der Fertigstellung der I. Wiener Hochquellenleitung in Betrieb genommen. Die feierliche Eröffnung des Hochstrahlbrunnens markiert daher den Beginn der modernen Wiener Wasserversorgung. Über 150 Jahre später muss der Brunnen umfassend erneuert werden.

Der aktuelle Zustand des Brunnens und mögliche Sanierungsvarianten wurden im vergangenen Jahr in einer Studie untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass die Bausubstanz und die technischen Anlagen erhebliche Schäden aufweisen. Eine umfassende Sanierung ist unumgänglich für den weiteren Betrieb und den langfristigen Erhalt der historischen Anlage. Der Hochstrahlbrunnen wird daher ab Ende 2027 bis zum Start der Brunnensaison 2029 außer Betrieb genommen.

„Der Hochstrahlbrunnen ist ein eindrucksvolles Symbol für die hochwertige Wasserversorgung in Wien, das die Menschen bei Tag und Nacht begeistert“, sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Die Sanierung dieses historischen Denkmals sichert den Betrieb für künftige Generationen und bewahrt damit eine kühle Oase für die Wienerinnen und Wiener und eine touristische Attraktion mitten in der Stadt.“

Im Zuge der aufwendigen Sanierung werden die baulichen und technischen Anlagen im Brunnenbecken und in der Brunnenstube unterhalb des Beckens erneuert. Das historische Steinmaterial des Beckens wird abgetragen, instandgesetzt und detailgetreu neu aufgebaut.

Die Arbeiten erfolgen unter Einbeziehung des Bundesdenkmalamtes. Durch die umsichtige Erneuerung wird das bekannte Erscheinungsbild des Hochstrahlbrunnens erhalten. Für die detaillierte Planung wird bereits heuer mit Vorarbeiten begonnen.

MEILENSTEIN IN DER GESCHICHTE DER WIENER WASSERVERSORGUNG

Der Hochstrahlbrunnen wurde von Antonio Gabrielli errichtet, jenem englischen Bauunternehmer, der den Auftrag für den Bau der I. Hochquellenleitung erhielt. Die Fontäne des Springbrunnens schoss erstmals am 24. Oktober 1873 in die Höhe, als dieser durch Kaiser Franz Josef und Bürgermeister Cajetan Felder eröffnet wurde.

Die Gestaltung des Brunnens verweist auf die Astronomie. Am Beckenrand befinden sich 365 kleine Springbrunnen (die Tage des Jahres symbolisierend). Die sechs Springbrunnen zwischen Beckenrand und innerer Insel („Königsschlösser“) und diese Insel entsprechen den sechs Wochentagen und dem Sonntag. Zwölf hohe Strahlen versinnbildlichen die Monate, 24 niedrige die Stunden des Tages und die 30 Strahlen in der mittleren Insel die Tage des Monats.

„Die Inbetriebnahme des Hochstrahlbrunnens markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Wiener Wasserversorgung. Seither bringt die I. Hochquellenleitung der Stadt frisches Quellwasser. Das war ein Fortschritt für die öffentliche Gesundheit und die moderne städtische Infrastruktur“, sagt Wiener-Wasser-Chef Paul Hellmeier.

Für Planung und Sanierung des Hochstrahlbrunnens sind in den Jahren 2026 bis 2029 Gesamtkosten in der Höhe von 12 Mio. Euro vorgesehen. Die Investition ist in der mittelfristigen Finanzplanung berücksichtigt und wird auf mehrere Jahresraten aufgeteilt. Die erforderlichen Beschlüsse sollen am 25. Februar 2026 in der Sitzung des Wiener Gemeinderatsausschuss für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal und in der der Sitzung des Wiener Gemeinderats am 25. März 2026 erfolgen.

DETAILS ZUM HOCHSTRAHLBRUNNEN:

* Der Brunnen ist jedes Jahr vom Weltwassertag am 22. März bis zur Winterpause im Herbst in Betrieb.
* Der Durchmesser des Brunnenbeckens beträgt rund 40 Meter.
* Die Höhe der gewaltigen Fontäne, der Hochstrahl, in der Mitte des Brunnens wird entsprechend der Windverhältnisse durch einen Sensor gesteuert.
* Für die nächtlichen Farblichtspiele wird seit 2014 LED-Lichttechnik eingesetzt.
* Der Brunnen wird mit Pumpen im Umwälzbetrieb geführt, um Wasser zu sparen.

Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)

Philipp Lindner
Mediensprecher Stadtrat Jürgen Czernohorszky
Telefon: +43 1 4000 81853
E-Mail: philipp.lindner@wien.gv.at

Astrid Rompolt
Stadt Wien – Wiener Wasser
Telefon: +43 1 599 59 31071
E-Mail: astrid.rompolt@wien.gv.at

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