Bergrettung bewältigt 2025 neuen Einsatzrekord

LH Mikl-Leitner/LR Prischl danken Bergrettern für ihr Engagement

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien blickt im Rahmen ihres Winterkurses auf eine Rekordbilanz zurück: 886 Einsätze im Jahr 2025 bedeuten ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr und stellen den bisherigen Höchstwert aus 2021 ein. Insgesamt wurden 928 Personen gerettet, 684 davon nach Unfällen medizinisch versorgt und abtransportiert. Die Zahl der tödlichen Alpinunfälle sank auf elf. Rund 20.000 ehrenamtliche Stunden leisteten die 29 Ortsstellen mit ihren etwa 1.340 Mitgliedern im Einsatz-, Ausbildungs- und Organisationsbetrieb.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bedankt sich bei der Bergrettung: „Die Einsatzbilanz 2025 zeigt wieder einmal, dass unsere Bergrettung einen unschätzbaren Beitrag in der Sicherheitsfamilie Niederösterreich genauso wie zum heimischen Tourismus leistet. Dafür sagen wir einmal mehr danke und wollen versichern, der Bergrettung NÖ/Wien verlässlicher Partner zu bleiben.“

„Als Sicherheitsnetz im alpinen Raum leisten die freiwilligen Retterinnen und Retter rasche und professionelle Hilfe in Notlagen. Einsätze im unwegsamen Gelände verlangen nicht nur Mut und außergewöhnliche Einsatzbereitschaft, sondern auch höchste fachliche Kompetenz“, dankt Landesrätin Eva Prischl.

Auch Landesleiter Karl Weber unterstreicht die Dimension der aktuellen Entwicklung: „886 Mal mussten unsere Ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter 2025 ausrücken, so viele wie noch nie. Gerade mit Blick auf Rekorde wissen wir, dass das normalerweise ein Grund zur Freude ist – in diesem Fall ist es anders. Es sind Rekorde, die wir uns nicht wünschen, die uns aber Respekt und Dankbarkeit gegenüber unseren Einsatzkräften abverlangen.“

Die aktuelle Bilanz zeigt deutlich steigende Anforderungen: Im Schnitt rückten die Einsatzkräfte 2,5 Mal täglich aus. Besonders hoch bleibt die Zahl an Einsätzen aufgrund von Erschöpfung, mangelnder Ausrüstung oder Selbstüberschätzung – insgesamt 233 Mal mussten unverletzte Personen aus alpinen Notlagen gerettet werden. Auch die Zahl der Nachteinsätze stieg deutlich auf 102. Als Gründe für die Entwicklung nennt die Bergrettung unter anderem eine zunehmende Unterschätzung alpiner Gefahren, unzureichende Vorbereitung, steigende Besucherzahlen in den Bergen, rasche Wetterumschwünge sowie eine sinkende Eigenverantwortung. Gerade die niederösterreichischen Berge würden aufgrund ihrer vergleichsweise geringeren Höhe häufig unterschätzt.

Mit Blick auf die aktuelle Lawinensituation weist die Bergrettung auf die erhebliche Lawinengefahr in Teilen Niederösterreichs hin. Eine vollständige Lawinenausrüstung sei bei entsprechenden Bedingungen außerhalb gesicherter Pisten unerlässlich. Zugleich betont die Organisation den Grundsatz „Eigenschutz vor Fremdschutz“: Nicht jeder Einsatz könne bei akuter Gefährdung der Retterinnen und Retter durchgeführt werden.

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien ist mit 29 Ortsstellen und rund 1.340 ehrenamtlichen Mitgliedern ein zentraler Teil der niederösterreichischen Sicherheitsfamilie. Neben der Einsatzarbeit wird großer Wert auf Ausbildung, Prävention und eine enge Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen wie Flugpolizei und Notarzthubschraubern gelegt. Die Einsätze werden zwar verrechnet, die Leistungen selbst basieren jedoch auf ehrenamtlichem Engagement – eine Grundlage, die laut Bergrettung auch in Zukunft unverzichtbar bleibt.

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
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Philipp Hebenstreit
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