Gesetz gegen Shrinkflation erfüllt AK-Forderung nach mehr Transparenz bei Lebensmittelpreisen und Packungsgrößen
MIT DEM AM MITTWOCH BESCHLOSSENEN GESETZ GEGEN SHRINKFLATION WURDE EINE FORDERUNG DER ARBEITERKAMMER OBERÖSTERREICH ERFÜLLT. DURCH SCHRUMPFENDE FÜLLMENGEN VON PACKUNGEN BEI GLEICHBLEIBENDEN PREISEN WURDEN KONSUMENT:INNEN VIELFACH GETÄUSCHT. VOR ALLEM EINKOMMENSSCHWACHE FAMILIEN, DIE DEN GRÖSSTEN ANTEIL DES HAUSHALTSEINKOMMENS FÜR LEBENSMITTEL AUSGEBEN, WURDEN DADURCH ZUSÄTZLICH BELASTET.
Shrinkflation bedeutet, dass zwar der Preis eines Produkts gleich bleibt, der Inhalt aber schleichend reduziert wird. Im November 2024 hatte die AK Oberösterreich die Bundesregierung und die Ministerin für Konsumentenschutz aufgefordert, klare und praktikable gesetzliche Regelungen zu schaffen, wieviel Luft verpackt werden darf und ab wann Hersteller von Mogelpackungen mit Konsequenzen rechnen müssen. Um Konsument:innen ausreichend vor Irreführungen durch nicht erkennbare Füllmengen-Änderungen zu schützen, sollte ein verpflichtender, auffälliger Änderungsvermerk auf der Vorderseite des Produktes vorgeschrieben werden.
Diese Forderung wurde nun per Gesetzbeschluss erfüllt. Produkte, deren Füllmenge bei gleicher Verpackungsgröße gesunken ist, müssen 60 Tage lang gekennzeichnet werden, entweder auf dem Produkt, am Regal, in unmittelbarer Umgebung oder per Informationsschild. Davon betroffen sind Unternehmen des stationären Lebensmittel- und Drogerieeinzelhandels mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern bzw. mehr als fünf Filialen. Das Gesetz tritt im April in Kraft und ist bis Mitte 2030 befristet.
„In Zukunft können Konsumentinnen und Konsumenten auf einen Blick erkennen, ob Produkte in letzter Zeit geschrumpft und damit versteckt teurer geworden sind“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl. Das sei ebenso eine große Hilfe wie die Preisvergleichs-Plattform preisrunter.at, die von der AK Oberösterreich unterstützt wird. Diese listet täglich aktualisierte Preise von rund 350.000 Produkten und ermöglicht so den direkten Vergleich der Kosten in 13 Märkten. Dadurch behalten Konsument:innen stets den Überblick über die besten Angebote und können gezielt dort einkaufen, wo es am günstigsten ist.
Auch der Shrinkflation geht die Plattform auf die Spur: Ändert sich die Packungsgröße eines Produkts, wird dies sofort angezeigt. So erkennen Konsument:innen auf einen Blick, ob sich hinter einem vermeintlich stabilen Preis eine versteckte Verteuerung verbirgt.
Arbeiterkammer Oberösterreich
Mag. Karin Windpessl
Telefon: +43 (0)50/ 6906-2184
E-Mail: karin.windpessl@akooe.at
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