Emerging Fields: 35 Millionen Euro für neue Forschungsfelder in Österreich
Im Rahmen der Exzellenzinitiative excellent=austria fördert der FWF sechs weitere Emerging-Fields-Konsortien an Standorten in Innsbruck, Klosterneuburg, Linz und Wien
IM RAHMEN DER EXZELLENZINITIATIVE EXCELLENT=AUSTRIA FÖRDERT DER FWF SECHS WEITERE EMERGING-FIELDS-KONSORTIEN AN STANDORTEN IN INNSBRUCK, KLOSTERNEUBURG, LINZ UND WIEN MIT RUND 35 MILLIONEN EURO. MIT IHREN NEUARTIGEN ANSÄTZEN KONNTEN DIE PROJEKTE DIE INTERNATIONALE FWF-JURY ÜBERZEUGEN, SIE SOLLEN FORSCHUNGSFELDER MIT GROSSEM INNOVATIONSPOTENZIAL ERSCHLIESSEN.
Im Rahmen der Exzellenzinitiative excellent=austria zur Stärkung der Spitzenforschung an Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten stehen weitere Förderentscheidungen fest. Das wissenschaftliche Kuratorium des FWF wählte nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren mit Hearing sechs Emerging-Fields-Konsortien aus, die nun über fünf Jahre hinweg mit insgesamt 35 Millionen Euro gefördert werden. Grundlage der Entscheidung waren die schriftlichen Gutachten sowie die Empfehlungen der internationalen Jury, die nach einem Hearing das Innovationspotenzial und die wissenschaftliche Exzellenz der Projekte auf Basis internationaler Peer-Reviews bewertete. Durch die sechs neuen Konsortien erhöht sich die Gesamtzahl der Emerging Fields auf elf.
„Als Wissenschaftsministerin ist es mir ein zentrales Anliegen, dass Spitzenforschung immer auch neue Denkräume eröffnet. Mit der Förderung von Emerging Fields wollen wir genau das erreichen: Wir wollen wissenschaftliche, hochinnovative Pionier:innenarbeit ermöglichen, die Disziplinengrenzen überwindet. Die Forschungsprojekte bringen nicht nur neue Fragestellungen hervor, sondern dürfen auch ein besonderes Risiko nehmen. Besonders erfreulich ist, dass bei der Hälfte der diesjährigen Emerging-Fields-Konsortien Frauen als Koordinatorinnen die Führung übernehmen. Ein wichtiges Zeichen für Gleichberechtigung von Frauen in der Forschung!“, so EVA-MARIA HOLZLEITNER, BUNDESMINISTERIN FÜR FRAUEN, WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG.
„Die großen wissenschaftlichen Durchbrüche beginnen oft mit einer Idee, die noch niemand zuvor verfolgt hat. Genau dafür schaffen wir mit den Emerging Fields den nötigen Freiraum. Exzellente Forschende können hier gemeinsam an mehreren Standorten mutige Ansätze verfolgen – von neuen Strategien im Kampf gegen Krebs über Forschung gegen Plastikstaub in der Luft bis hin zur Selbstbestimmung in der Kunst. So schaffen wir die Voraussetzungen, damit besonders innovative Ideen realisiert werden können, die langfristig der Gesellschaft zugutekommen“, so FWF-PRÄSIDENT CHRISTOF GATTRINGER.
ETABLIERUNG NEUER FORSCHUNGSFELDER AN ÖSTERREICHS FORSCHUNGSSTÄTTEN
In den sechs neuen Emerging Fields arbeiten Forschende aus elf Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten zusammen. Ziel ist es, kooperative Projekte zu Forschungsfragen mit besonders hohem Innovationspotenzial umzusetzen, die in ihrem Feld einen Paradigmenwechsel auslösen können. Mit den Förderungen entstehen an den beteiligten Institutionen attraktive Rahmenbedingungen für eine enge Zusammenarbeit und Forschende erhalten den nötigen Freiraum, um vielversprechende Ansätze sowie risikoreichere Ideen zu verfolgen. Die neuen Emerging Fields widmen sich den Bereichen Design und Kunst, Krebsforschung, Mathematik, Umweltforschung, Molekularbiologie und Verhaltensforschung.
An vier der neuen Emerging-Fields-Konsortien ist die Universität Wien beteiligt, die Technische Universität Wien an drei und die Veterinärmedizinische Universität Wien an zwei Konsortien. Jeweils eine Beteiligung übernehmen die BOKU University, das IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, das IMP – Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie, das Institute of Science and Technology Austria (ISTA), die Kunstuniversität Linz, die Medizinische Universität Wien (Max Perutz Labs gemeinsam mit der Universität Wien), die St. Anna Kinderkrebsforschung sowie die Universität Innsbruck. In jedem Konsortium arbeiten Teams von bis zu 30 Wissenschaftler:innen über einen Zeitraum von fünf Jahren zusammen, nach drei Jahren ist eine Zwischenbegutachtung vorgesehen.
ENTSCHEIDUNG AUF BASIS INTERNATIONALER GUTACHTEN UND JURYEMPFEHLUNG
Um eine unabhängige und auf wissenschaftlichen Kriterien basierende Entscheidung zu ermöglichen, organisierte der FWF auch in der zweiten Ausschreibungsrunde ein dreistufiges Auswahlverfahren. In einem ersten Schritt beurteilte die internationale, multidisziplinäre Jury unter der Leitung von Aileen Fyfe (University of St Andrews, Schottland) die 37 eingereichten Anträge auf Basis einer dreiseitigen Synopsis auf ihr Potenzial, höchst transformative und innovative Ideen umzusetzen. Nur jene Anträge, die den angestrebten hohen Innovationsgrad erfüllen, wurden in der Folge international begutachtet und dem FWF-Kuratorium vorgelegt, das auf Basis der internationalen Gutachten eine Shortlist mit neun Konsortien erstellte. Diese Konsortien präsentierten ihr Forschungsvorhaben im Rahmen eines Hearings wiederum der Jury, die dann die Förderempfehlung aussprach. Die endgültigen Förderentscheidungen wurden vom Kuratorium des FWF auf Basis der Empfehlungen der Jury getroffen.
Die neuen Emerging Fields im Überblick: FWF-Aussendung
Diese Online-Landkarte bietet eine Übersicht zu den Emerging Fields: excellentaustria.fwf.ac.at
ÖSTERREICHISCHER WISSENSCHAFTSFONDS FWF
Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF
Marc Seumenicht
Stv. Leiter Kommunikation, Pressesprecher
marc.seumenicht@fwf.ac.at
+43 676 83487 8111
https://www.fwf.ac.at
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