Einladung PK Hilfswerk | Milliardenschwere Stolperfalle: Wie Österreich durch falsch verstandene Prävention den Pflegeaufwand vervielfacht
Ein verfehlter Fokus und politische Unterlassungen treiben Gesundheitskosten und Pflegebedarf an. Das Beispiel Sturzversorgung zeigt, was schiefläuft.
In der Diskussion um die Pflegeversorgung in Österreich gibt es eine neue politische Zauberformel: Eigenverantwortung und Prävention. Damit verbunden ist die Hoffnung, den Pflegeaufwand zu reduzieren. Diese Hoffnung wird sich nicht erfüllen, solange wir in Österreich Prävention derart oberflächlich diskutieren, solange wir völlig verfehlte Maßnahmen setzen und wirksame Interventionen unterlassen. Besonders deutlich zeigt sich das an der drastischen Situation im Bereich Sturzvorbeugung und Sturzversorgung. In Österreich ereignen sich hochgerechnet zwischen 800.000 und 1 Million Stürze bei Personen über 65 pro Jahr (auf Basis WHO-Prävalenz). Viele davon wären vermeidbar. Ein Viertel davon ist medizinisch behandlungsbedürftig. Alleine die Kosten dafür gehen in die Milliarden. Aber damit nicht genug: Mangelnde Nachsorge und fehlende Therapiepläne erzeugen Drehtüreffekte und bleibende Schäden sowie viel zu oft auch dauernden Pflegebedarf.
Wie aber müssten wir Prävention richtig verstehen, um menschliches Leid, Gesundheitskosten und Pflegebedarf tatsächlich hintanzuhalten? Wo liegen die größten Missverständnisse? Welche erschreckende Situation zeigt sich in der Praxis? Welche konkreten Konsequenzen belasten Betroffene, das Gesundheitswesen, das Pflegesystem? Wo liegen die größten politischen Versäumnisse? Welche Rolle spielt die Österreichische Gesundheitskasse? Wo wären die größten Hebel zur Verbesserung der Lage? Welche Chancen bietet richtig verstandene Prävention tatsächlich? Wo steht Österreich im internationalen Vergleich?
Praxisbefunde, Fakten und Zahlen zu diesen und weiteren Fragen erwarten Sie bei unserer Pressekonferenz. Wir laden Sie herzlich dazu ein!
PRESSEKONFERENZ DES HILFSWERK ÖSTERREICH, DIENSTAG, 24. MÄRZ 2026, 09:30 UHR
Hilfswerk Österreich
Mag. Barbara Tober
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